Weiterhin viele Bewertungen durch “Gratis-Produkte” bei amazon.de möglich

Weiterhin viele Bewertungen durch “Gratis-Produkte” bei amazon.de möglich

Uns erreichen ab und zu Mails zu dem pikanten Thema Bewertungsgenerierung bei Amazon. Obwohl Amazon ganz klar vorgibt, dass Bewertungen nicht durch besondere Anreize, wie kostenlose oder rabattierte Artikel entstehen dürfen, schert es viele Händler nicht. Im folgenden Fall wird sogar in den Bewertungen von Kunden Bezug auf die kostenlosen Produkte genommen. Amazon duldet diese Praxis anscheinend weiterhin, vor allem bei großen Händlern, was den ehrlich handelnden Händlern gegenüber unfair ist.

Das folgende Beispiel wird nur exemplarisch genommen. Der Händler wurde unkenntlich gemacht.

Eingesendet durch einen Gastblogger der namentlich nicht genannt werden möchte:

Rezensionen mit Gratisprodukten noch möglich trotz Amazon TOS

Produktrezensionen helfen Kunden dabei fundierte Kaufentscheidungen zu treffen. Sie helfen Rücksendungen zu reduzieren und das Produkt zu verbessern. In der Vergangenheit wurde das jedoch durch viele Verkäufer ausgenutzt und es wurden Gratisprodukte an Tester verteilt die danach bewertet haben und so wurden die Bewertungen gesteigert.

Vor kurzem hat Amazon seine Rezensionsrichtlinien stark eingeschränkt, dass die Kunden dem Marktplatz wieder Vertrauen schenken. Amazon schreibt hier Zitat:

Amazon verfügt über spezielle Richtlinien, die die Authentizität von Kundenrezensionen schützen sollen. Wir bitten Sie, diese Richtlinien einzuhalten und etwaige Verstöße zu melden, die Sie möglicherweise bemerken. Wir haben unten Links zu unseren Richtlinien bereitgestellt. Beachten Sie, dass Amazon eine Null-Toleranz-Richtlinie gegenüber Verstößen gegen Kundenrezensionen hat. Falls wir Versuche entdecken, Kundenrezensionen zu manipulieren, ergreifen wir sofortige Maßnahmen, die unter anderem Folgendes umfassen können:

  • Entzug der Verkaufsberechtigung bei Amazon;
  • Das Entfernen aller Produktrezensionen und das Verhindern, dass das Produkt in Zukunft Rezensionen oder Bewertungen erhält;
  • Permanentes Löschen des Produkts bei Amazon;
  • Klage gegen den Verkäufer.

 

Quelle (https://sellercentral.amazon.de/gp/help/help.html?itemID=GYRKB5RU3FS5TURN)

Amazon verbietet ganz klar:

  • Ein Verkäufer bietet einem Dritten eine finanzielle Entlohnung, Rabatte, kostenlose Produkte oder eine andere Entschädigung für eine Rezension zu seinem Produkt oder einem Produkt des Konkurrenten an. Dies beinhaltet die Nutzung von Dienstleistungen, in deren Rahmen Kundenrezensionen, Websites oder Social-Media-Gruppen verkauft werden.

Leider wird dies aktuell die letzten Jahre umgangen durch sogenannte Gratis-Produkt-Zettel welche von diversen Händler in Ihre Pakete / Produkte bei gelegt werden.

Hier ein Beispiel:

Kostenlose Produkte, um Bewertungen bei Amazon zu generieren

Kostenlose Produkte, um Bewertungen bei Amazon zu generieren

Es beschweren sich auch schon die Käufer

Zitat:

Bei dieser Aktion geht es dem Verkäufer offenbar in allererster Linie darum, mehr positive Bewertungen zu generieren. Somit wird – relativ zu den Bewertungen anderer Produkte – eine verfälschte durchschnittliche Produktbewertung provoziert. Und weil der Kunde sich in vielen Fällen bei der Kaufentscheidung von Kundenbewertungen beeinflussen lässt, werden dem Verkäufer hierdurch höhere Verkaufszahlen und somit höherer Umsatz beschert.

Aus Meiner Sicht ist das äußerst unseriös!

Zitat 2:

Hi, ja das ist eine Kundengewinnungsaktion und wirklich zu 100% kostenfrei und keine Falle! Einfach hier bei Amazon eine positive Bewertung schreiben, ein paar Minuten warten (es dauert ein bisschen, bis Ihre Bewertung sichtbar ist). Dann auf Ihre eigene Bewertung klicken, so dass diese in einem eigenen Fenster geöffnet wird. Diesen Link dann wie Beschrieben an den Versender schicken. Ich hatte denselben Toner (den, den ich gekauft habe) genau 3 Tage später als Paket bei mir zu Hause! Also unbedingt machen 😉

Amazon scheint dieses Verhalten hier zu dulden und so werden viele Bewertungen generiert in verschiedenen Branchen.

Dieser Beitrag wurde uns zugesendet und leicht abgeändert, um den beschriebenen Händler unkenntlich zu machen. Der Verfasser ist der Redaktion bekannt.

Google SEO – Der Nicht-Seo-Experte rät…

Google SEO – Der Nicht-Seo-Experte rät…

Beitrag Nr. 82746 zum Thema Google Seo

Ich möchte hier gerne von meinen Seo-Erfahrungen im eigenen Shop berichten. Wir kennen alle die zahlreichen selbsternannten Seo Experten. Ich betone ganz deutlich, dass ich kein Seo Experte bin und trenne bei meinen Aussagen deutlich zwischen Glauben und Wissen. Dieser Artikel richtet sich an die Kleinen Händler, so wie ich einer bin. Auch ich habe bereits erhebliches Geld mit Google Adwords verbrannt und meine Erfahrungen gemacht. Ich bezeichne das als Lehrgeld und schliesse Google Ads natürlich bis heute nicht aus. Google Ads ist ein gutes Mittel um Umsatz zu generieren. Hier möchte ich aber über die schönere Variante schreiben. Umsatz durch Onpage-Optimierung. Ja, ich weiss, davon träumen wir ja alle. Keine Gebühren, alles über den eigenen Shop. Es gelingt den Wenigsten. Mir gelingt das nun schon mit viel Potential nach oben. Ich schreibe hier über die Erfahrungen der letzten 3 Monate. Ganz kostenlos war das auch nicht. Eins ist aber klar, mein Shop Umsatz ist ohne Google Ads mittlerweile grösser als mein eBay Umsatz. Dabei möchte ich nicht verschweigen, dass mein eBay Umsatz schon länger nicht mehr gigantisch gross ist. Das wird aber wohl den meisten Händlern so gehen. Alle reden davon alternativ einen Shop zu betreiben, um sich von Amazon unabhängig zu machen. Schwieriges Unterfangen, aber eben nicht unmöglich. Unabhängig bin ich noch nicht, aber der Weg ist sicherlich der Richtige. Schon einmal ein Fazit vorab…ich möchte dazu motivieren sich doch mal mehr mit dem eigenen Shop zu beschäftigen, da ich nun weiss, dass es geht. Ich verrate auch wie! Jetzt kommt die grosse Überraschung, es ist eigentlich ganz einfach, aber verdammt viel Arbeit. Nichts davon geht mal eben. Ich erinnere mich an einen Vortrag eines Seo Experten, der mir grundsätzlich gefiel. Das meiste kannte ich schon seit Jahren, deshalb spare ich mir hier auch die tausend SEO Basics, die kann man reichlich im Netz nachschlagen.

Das SEO Erfölgchen

In einem Vortrag zum Thema Seo kam aber ein Beispiel eines Herstellers vor, der 120 Produkte anbietet, die sich sehr ähnlich sind. Nun habe ich das umgesetzt, was dieser Hersteller auch umgesetzt hat. Getreu der Regel “Gebt Euch Mühe und Ihr rankt bei Google”.
Eigentlich bin ich ja ein Freund von Automatisierung. Ich bin da sogar anmassend und sage, dass das meine Profession ist. Als Softwareentwickler verstehe ich es Algorithmen zu entwickeln, die stumpfsinnige Tätigkeiten für mich erledigen. Diesmal bin ich einen ganz anderen Weg gegangen und habe mal so richtig von Hand gearbeitet. Schauen wir uns meine vorkonfektionierten Batteriekabel auf leckerstecker.de.

Dieses hübsche Chart zeigt, wie sich das Projekt “Batteriekabel” entwickelt hat.
Wenn man dann mal ein Inkognito Fenster aufmacht und den Suchbegriff “Batteriekabel konfektioniert” eingibt, erhält man folgendes Ergebnis:

Leckerstecker konfektionierte Batteriekabel

Hier sieht man das Suchergebnis, wenn man die Anzeigen abzieht, lande ich auf Platz 4. Die gute Nachricht ist, es ist total einfach. Die schlechte Nachricht, es ist Arbeit, aber total bezahlbar. Ich möchte die Arbeit von guten SEO Agenturen gar nicht schlecht reden. Es gibt aber viele am Markt, die Euch dummes Zeug erzählen und Glauben als Wissen verkaufen. Vor allem werden die Prioritäten oft falsch gesetzt. Aber sprechen wir lieber davon, wie man leicht ein ordentliches Ranking umsetzt. Nehmt eine Artikelseite und beschreibt das Produkt ordentlich. Fertig.

Wie jetzt? Mehr nicht?
Richtig. Mehr nicht.

Das Gleiche gilt natürlich für Landing Pages, Kategorie Pages und andere Seiten in Eurem Shop. In meinem Beispiel handelt es sich um Shopware.

Das, was ich hier erzählt ist leicht überprüfbar. Hier die Batteriekabel: https://www.leckerstecker.de/batteriekabel/

Wenn Ihr Euch das mal anschaut, werdet ihr feststellen, dass für jedes Kabel eine eigene Beschreibung erzeugt wurde. Ich, naja also Nicki Ahlgrim, hat den Grossteil der Texte geschrieben.
Da in den Bulletpoints alle technischen Daten enthalten sind, hat sie sich schöne Geschichten ausgedacht. Denn mehr als in den Bulletpoints beschrieben, gibt es aus technischer Sicht zu einem solchen Kabel nicht zu sagen. Es geht hier um 170 unterschiedliche Produkte, die aber eigentlich 170 Varianten darstellen. Die erste Reaktion ist sicherlich…das ist viel zu viel Arbeit. Ich möchte erklären, warum es nicht zu viel Arbeit ist. Ich bin ein Freund von Automatisierung – Handarbeit halte ich normalerweise für unsinnig. Sie gibt ein Fleissgefühl, ist aber das Gegenteil von Skalierbarkeit. Skalierbarkeit bedeutet für mich, dass steigender Umsatz nicht in gleichem Mass steigender Aufwand bedeuten muss. Diese Handarbeit ist nachhaltig. Das hat jetzt wenig mit dem Klimawandel zu tun, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass die Arbeit für lange Zeit von Google Wertschätzung erfährt und für Umsatz sorgt. Die Batteriekabel sind nur ein Auszug. Wir reden in meinem Beispiel von ca. 1000 Artikel insgesamt und dem Ziel, für jeden Artikel eine eigene Beschreibung zu erzeugen. Lasst die Finger von Tools, macht das von Hand! Nun kann ich aus Erfahrung sagt, dass es möglich ist. Wenn man sich pro Woche 10 Artikel vornimmt, ist das schon gar nicht mehr so dramatisch. Macht Euch zu den einzelnen Produktkategorien manuelle Stichwortlisten – wechselt die Produkte, wenn Ihr textet – das verringert das Risiko sich ständig zu wiederholen.

Das Fazit ist also – sich mühe geben funktioniert! Natürlich ist es hilfreich sich Gedanken über Keywords zu machen. Es ist auch kein Verbrechen Keywords in den Beschreibungen zu verwenden, solange man für den Menschen und nicht für die Suchmaschine textet. Aus alten eBay Zeiten und später Amazon Optimierungen hatte sich bei mir verinnerlicht, dass der Titel so unfassbar wichtig ist. Das ist er sicherlich auch, jedoch hat man ganz neue Möglichkeiten, wenn man sich bewusst macht, dass der übrige Text für Google auch eine sehr grosse Rolle spielt.

Wie überprüfe ich den Erfolg?

Ich habe mich für das Tool von www.sistrix.com entschieden. Leider werde ich für diese Werbung nicht bezahlt 😉
Wichtig ist aber, dass ich es für unumgänglich halte, ein Tool für die Überprüfung einzusetzen. Hier gilt also dann doch wieder – Automatisierung ist Trumpf. Es gibt auch sicherlich noch andere gute Anbieter, die da einen guten Job machen. Die Batteriekabel sind nur ein Beispiel. Das folgende Chart zeigt, wie sich das Ranking auf Seite 1 entwickelt hat.

Zum Gesamtsichtbarkeitsindex von www.leckerstecker.de – Fakt ist, im grossen weiten Netz ist die Domain “noch” nicht wirklich relevant. Sistrix zeigt die Domain auch mit einem üblen Gesamtsichtbarkeitsindex an. Das interessiert mich “noch” nicht – wichtig für mich ist z.Zt. der Projektsichtbarkeitsindex – also wie meine Keywords ranken. Alle Charts aus dem Beitrag beziehen sich darauf. Unter dem Strich zählen am Ende nach allen Analysen der Umsatz…und ja, der hat sich signifikant verbessert. Mitte des letzten Jahres habe ich meinen selbst entwickelten Shop durch Shopware ersetzt. Der Gesamtsichtbarkeitsindex war ungefähr 3x so gut wie jetzt. Nur jetzt konvertiert der Shop – bis Juli 2018 bewegte sich da fast nichts.

Ich habe nun gelernt, dass Google Seo ein fortlaufender Prozess ist. Man kann dem aber entnehmen, dass es immer besser wird. Es gilt jedoch zu befürchten, dass die Optimierung nie endet. Solange der Umsatz motiviert, spielt das wohl eine untergeordnete Rolle. Ich habe Bing übrigens nicht vergessen…oder andere Suchmaschinen. Das Prinzip dürfte dort ähnlich sein.

In dem Sinne, viel Erfolg bei Deinem Projekt!

Eine kleine ONLINE Weihnachtsgeschichte

Eine kleine ONLINE Weihnachtsgeschichte

Es war einmal ein alter Mann, der von Anbeginn seiner Existenz an immer nur die Welt erobern wollte.

Er kam – sah und siegte! Völlig egal, ob er 18., 40. oder gar 55 Jahre alt wurde – er trotzte allen Unbilden, Krankheiten und/oder Wetterlagen. Völlig gleich, auf welchem Terrain oder in welcher Sparte – wo er war, war vorne. Völlig egal, ob er Ahnung oder Input hatte – er verschaffte sich diesen. Völlig egal, welche Steine grad im Weg lagen – er räumte diese aus dem Weg, da AUFGEBEN nicht zu seinen Aufgaben/DNA gehörte. Er baute mehrfach Imperien auf, verlor diese, leckte seinen Wunden, rappelte sich wieder auf – setzte die Sonnenbrille gerade und ging seinen Weg stur geradeaus.

Rückblick:

2014 roch er dann ein wenig am E-Commerce. Ab 2016 war er, wie in jedem bisherigen Business-Bereich Feuer und Flamme. Kein Symposium, keine Website, kein Seminar, keine Ausbildung, keinen Newsletter und keine Konferenz, die er nicht besucht, aufgesogen und eingeatmet hätte.

Er inhalierte, konsumierte den E-Com. Stellte Fragen und analysierte die Antworten. Der alte Mann agierte wie immer in seinem bisherigen Leben. Try and Error – geht oder geht nicht – schwarz oder weiß und dann All-In: Alles auf Rot!

 

Umsätze und Gewinne in Sachen Tischkonfetti/Luftballons und vielen anderen Dingen, die kein Mensch wirklich braucht, die aber jedweder Kalkulation oder Erwartung trotzten! Selbst die führenden Chinesen hielt er am langen Arm auf Abstand. Konten-Sperrungen, Mitbewerber, Plagiate und Kopierer fichten ihn nicht an. Er gab wie immer Vollgas und es ging „mal wieder“ steil nach oben – kein Ende in Sicht … the sky ist the limit!

Wie immer hatte er alles in eine Waagschale geworfen. Alles gegeben. Schlaf wird überbewertet – Leben ist nur eine der Phasen im Sein. Nur Erfolg ist das Maß aller Dinge und Verlieren ist verboten. Ernährung ist nur Aufnahme von Energie und alle elektrisierten Zellen werden von Alkohol und Nikotin massiert und diese immerwährenden Zutaten sind das Dressing für seinen Kopfsalat!

 

KPI – CTR – FBA – PBS … Analyse, Reaktion, Aktion und Bericht. Machen – tun – machen und nie versagen. Die Welt, die Firma, die Mitarbeiter, die Partnerin, der Hund – alle brauchen den alten Mann! Es geht nicht ohne und selbst als Speaker erblickt seine Sicht der Dinge das Licht der Welt.

 

Bremse treten + Notfall Assistent:

24 Monate Vollgas fordern Tribut.

Der alte Mann ging widerstrebend und nur auf Wunsch seiner Frau zum All-Over-Checkup. Alles Kinkerlitzchen 100% fit, leistungsfähig und voll drin im big business. Alles Zeitverschwendung – Blödsinn und Kinderkacke! Er muss dies – das – jenes und überhaupt am besten Gestern!

 

Gestern noch Vollgas im Business ….

Zwischendurch ist er zum Arzt gehetzt …. F^^^^g Langzeit Blutdruck angelegt …. Schnell wieder zurück und Machen – Tun – Arbeiten – Machen – Tun – reagieren – Machen – Tun – agieren – Machen – Tun!

Rede für die Firmen-Weihnachtsfeier schreiben … alles ist smooth! Bisschen Amalyse + shopdoc – ne miese Bewertung killen und eine Beschwerde wg. Markenrecht eintragen + FBA analysieren. Mitarbeiterpläne für die Feiertage sichten und Aufgaben vorplanen.

Und dieses mistige Blutdruck-Gerät gibt auf —- piept noch einmal lang und anhaltend – und AUS?

Stellt einfach seinen Dienst ein … pumpt nicht mehr und tut gar nichts? „Hallo Mr. Blutdruckgerät – einfach aufgeben ist nicht angedacht? Arbeite, Du mieses Stück – ich tue es auch!“

 

Heute beim Arzt:

„Guter alter Mann – das Blutdruckgerät hat gestern nicht ohne Grund den Dienst versagt: Sie hatten einen kleinen, aber feinen Herzinfarkt! Weit über 200!“

 

FUCK!

Alles zurück auf Anfang.

Das letzte Hemd hat keine Taschen und nach dem Online-Handel ist immer noch eine Welt mit Sonnenschein, grünen Wiesen und einer echten Partnerschaft … völlig ohne KPI & Co.

 

Wünsche Euch allen friedvolle Weihnachten und einen etwas anderen Blick auf unser business für die Zukunft!

Keep going and never quit!

Euer DAU

 

Dirk Carolus,  Shop: https://www.festefeiernonline.de
Amazon Gefahrgutprüfung FBA

Amazon Gefahrgutprüfung FBA

Lagerbestand ohne aktives Angebot

Früher oder später passiert es halt. Ihr habt ein Produkt bei Amazon eingelagert und es erscheint in der Liste der nicht verkaufbaren Artikeln. Warum? Amazon bzw. ein Algorithmus hat den Verdacht, es könne sich um ein Gefahrgut handeln. Grundsätzlich kann ich Amazon sehr gut verstehen. Schlussendlich wollen sie sich an gesetzliche Regelungen halten. Jedoch zwingen sie mit nervigen Klicks für jedes einzelne Produkt zu bestätigen, dass es sich nicht um ein Gefahrengut handelt. Leider ist ihnen unsere Zusicherung nicht genug, wenn Verdacht auf Gefahrengut besteht, ist der Artikel halt für den Versand durch Amazon gesperrt. Nun ist mir jedoch schon mehrfach passiert, dass Artikel gesperrt wurden, die kein Gefahrgut sind. Man öffnet einen Fall, dieser wird dann an die Fachabteilung weitergeleitet. Man wird dann gebeten ein Formular auszufüllen. Halleluja…macht man dann und findet die Fragen schon recht sinnlos. Es geht aber nicht darum den Sinn zu klären, dass kann man anderer Stelle stundenlang diskutieren. Wir wollen verkaufen. In meinem Beispiel ist es ein Halter für einen iGrill 3 Bluetooth Thermometer. Wichtig für diesen Beitrag ist aber lediglich…das Ding besteht nur aus Kunststoff! Es enthält keine Flüssigkeiten, keine Batteriesäure, ist nicht ätzend oder gar explosiv. Zum Einatmen ist es zu gross und essen sollte man den Halter auch nicht.

Nachdem ich nun den ersten Fall zur Klärung aufgemacht habe, hat man mir ein Formular zur Freistellung gesendet. Das habe ich brav ausgefüllt, das hat dann eine Woche gedauert – oops – da war noch etwas falsch. Leider hat mir keiner gesagt was falsch ist. Also habe ich das ganze Formular nochmal ausgefüllt und m.M.n. noch sinnlosere Angaben hinzugefügt. Es wurde wieder abgelehnt. Auf die Frage warum, konnte man mir keine Antwort geben. Das ist dann natürlich bitter und gleichzeitig der Grund für diesen Beitrag. Der dritte Fall war dann erfolgreich. Ein kompetenter Mitarbeiter hat mir verraten, dass ich ein veraltetes Formular verwendet habe. Also genau das, was man mir 2x kurz vor geschickt hat. Damit Ihr das schonmal richtig machen könnt, hier das richtige Formular Stand Dezember 2018

Das Kernproblem war aber eine Formulierung. Wenn Ihr also mit der Prüfung scheitert, schaut auf die Formulierung in den Bulletpoints oder in der Produktbeschreibung. 

“Die Gehäuse Halterung für den iGrill 3 umfasst sowohl das Batteriepack als auch das iGrill 3 Bluetooth Thermometer.”

Das klingt so, als ob da Batterien enthalten sind und stellt einen Widerspruch zu den Angaben aus dem Freistellungsformular dar. Gemeint war lediglich, dass das nicht enthaltene Batteriepack vom Gehäuse umfasst wird.  An anderer Stelle war zwar zu lesen, dass es sich nur um das Gehäuse handelt, aber so genau liest das keiner in der Fachabteilung. Der Verdacht auf Gefahrengut reicht also für eine Sperre. Wenn eine Markenregistrierung vorliegt, kann der Verkäuferservice den Text selber nicht verändern. Deshalb achtet darauf, dass nicht im Geringsten der Eindruck entsteht, es könnten Batterien oder andere Gefahrenstoffe enthalten sein. Diskutiert nicht über den Sinn oder Unsinn, sondern kümmert Euch um das Ziel den Artikel frei zu bekommen. Und natürlich wie immer…höflich bleiben. Der Amazon Mitarbeiter hat die Richtlinien und die Verfahren nicht erfunden.

Auf der Seite 3 findet Ihr noch ein Häkchen, vergesst keinesfalls das Häkchen zu setzen und das Formular auszufüllen, auch dann, wenn keine Batterien oder ähnliches enthalten sind. Bei der Anzahl Batterien tragt ihr halt eine 0 ein.

Du liest den Text und Du hast einen Erfahrungswert, der diesen Artikel verbessert? Bitte her damit!

Gefahrgut ohne Gefahrgut 😉

 

Nachhaltigkeit & Umweltschutz im E-Commerce – Was können wir tun?

Nachhaltigkeit & Umweltschutz im E-Commerce – Was können wir tun?

Till Andernach und Michael Atug sprechen über das wichtige Thema Nachhaltigkeit im E-Commerce.

 

 

Was können wir Onlinehändler eigentlich zum Thema Umweltschutz beitragen?

Was für Ideen gibt es zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz schon?

Wie gehe ich als Mensch eigentlich mit dem Thema Umweltschutz um und wie lebe ich das meinen Kindern vor?

Verkäufer-Gedanken über amazon – Wie geht es weiter?

Verkäufer-Gedanken über amazon – Wie geht es weiter?

Wird es eine “Zeit nach Amazon” geben?

Ein Gastbeitrag von Florian Obermüller

Schon lange komme ich bei Gesprächen mit Lieferanten und anderen Verkäufern immer wieder an den Punkt, dass man überlegt, ob Amazon ein „ewiges Phänomen“ sein wird. Oder wird es jemals wieder eine Zeit geben, in der wir ohne Amazon leben werden? Also wir Händler, aber auch wir Kunden. Eine komplizierte Vorstellung. Andererseits war bislang alles vergänglich in der Menschheitsgeschichte. Aber diese Überlegungen wurden nie ernsthaft zu Ende gedacht. Nun kam es aber bekanntlich schon öfter zu Zahlungsverzögerungen Seitens Amazon in letzter Zeit und der eine oder andere Gedanke an obiges Szenario war wieder im Kopf. Ich spinne den Gedanken deswegen hier mal zu Ende und stelle die Frage: Kann Amazon scheitern und was passiert dann?

Kann Amazon scheitern? Nun, was könnte Amazon zum Scheitern bringen? Dafür gibt es grundsätzlich mal zwei Möglichkeiten. Einerseits können solche Unternehmen von innen heraus zerbrechen, also quasi implodieren, beispielsweise in dem man sich übernimmt und plötzlich zahlungsunfähig wird. Ob Amazon vor kurzem wirklich zahlungsunfähig war, wie von so manchen behauptet, halte ich dann doch für eine gewagte Aussage. Ausschließen kann ich das aber natürlich auch nicht. Wenn man sich die Bilanzen der letzten Jahre so anschaut wurde nie ein richtig hoher Gewinn ausgewiesen. Man investiert einen Großteil des Ertrages wieder und es werden, zum Leidwesen des Marktes, viele Preise subventioniert. Von einem großen Geldberg, der da irgendwo liegt, kann sicherlich nicht ausgegangen werden. Trotzdem nimmt Amazon laufend richtig viel ein, und dass sich hieraus ein Zahlungsengpass entwickeln kann, glaube ich nicht. Schon alleine das lange Zahlungsziel wird das verhindern. Dennoch stärken die massiven Verkäufe von Anteilen von Unternehmensgründer Bezos das Vertrauen in Amazon auch nicht wirklich.
Bleibt ein mögliches strukturelles Problem, das Amazon haben könnte. Und ja, hier werden wir durchaus fündig. Das Software-System von Amazon ist komplett veraltet. Die Datensätze laufen heute noch in einfachen Tabellen. Viele Schnittstellen zu Datenlieferanten versteht schon seit vielen Jahren niemand mehr, weil die Personen, die das alles gebaut haben, längst das Unternehmen verlassen haben und das Know-How mit denen ging. Weiterhin tut Amazon das schnelle Wachstum nicht gut. Jeder, der schon einmal Kontakt mit dem Support hatte, weiß, dass hier sehr viel im Argen liegt. Um überhaupt noch erreichbar zu sein wurden Callcenter engagiert, die die Anrufe entgegennehmen, wobei der Telefonist in aller Regel deutlich weniger Ahnung von Amazon hat als ein Verkäufer, der anruft. Dies, und viele andere interne Probleme sind sichtlich vorhanden, werden aber ein Sterben von Amazon nicht auslösen können. Sicherlich sorgen die für gebremstes Wachstum. Mehr aber nicht.

Anders schaut es mit externen Faktoren aus. Konkurrenz kommt aus Asien angerauscht. Diese ist zwar mächtig, wird Amazon aber nicht mehr aus etablierten Märkten verdrängen. Trotzdem halte ich ein Überholen im weltweiten Markt für möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich. Richtig Ärger droht Amazon aber von den Steuerbehörden. Lange Jahre lächelte man auf beiden Seiten Probleme weg. Das scheint aber vorbei zu sein. Großbritannien hat den Online-Riesen schon in die Pflicht genommen und die Machenschaften der keine Steuer zahlenden Asien Unternehmen unterbinden lassen. Die EU hat ähnliches auf den Weg gebracht und die Bundesregierung will das sogar noch schneller umsetzen. Aber auch die Steuerflucht von Amazon selbst wird immer lauter diskutiert. Und sicherlich wird man auch nicht erfreut sein wenn man sieht, wie Amazon die Rechte der eigenen Arbeitnehmer aushebelt in dem es die diskutierten Arbeitsplätze ins Ausland verlagert. Hier prallen Welten aufeinander: US-Amerikanische Gelassenheit in solchen Angelegenheiten auf Europäisches – und vor allem Deutsches – Gerechtigkeitsdenken. Ich denke, dass es hier noch richtig Ärger für Amazon geben wird. Ob man Amazon damit zum Fall bringen kann und will halte ich aber auch für zweifelhaft. Die Kombination all dieser Faktoren könnte es aber vermutlich. Wenn Amazon auf einmal wirklich Konkurrenz bekommt, wenn Amazon die internen Probleme nicht mehr in den Griff bekommt wie in der Vergangenheit, und wenn Amazon weiterhin nicht mit den Behörden kooperiert wäre zumindest ein deutlicher Knick in der Entwicklung gut vorstellbar – vielleicht auch mehr.

Das bringt die Frage auf: Was wäre eine Welt nach Amazon?
Um die Antwort für uns Verkäufer finden zu können steht als erstes die Überlegung an, was der Endkunde machen würde. Würde er wieder mehr stationär kaufen? Als erste Reaktion vielleicht ja. Langfristig sicherlich nicht. Über das Internet zu kaufen ist einfach zu bequem und beim Großteil der Bevölkerung „zu normal“ geworden. Man muss also eher von einer Verlagerung im Internet ausgehen. Nur wohin?
Den meisten wird als erster Name vermutlich Ebay einfallen. Würde Ebay davon profitieren? Sicher! Aber Ebay ist es bis heute nicht gelungen, das Vertrauen, das Amazon seinen Kunden vermittelt, aufzubauen. Im Gegenteil versuchte man dort ja die ganze Zeit dem großen Konkurrenten nachzustellen, in dem man mehr schlecht als recht Maßnahmen kopiert hat. Das Verständnis, was zumindest die Europäischen Kunden an Amazon schätzen, fehlt dort einfach schon immer. Trotzdem würde Ebay profitieren. Allerdings auch andere. Der Endkunde würde sich wieder Marktplätze suchen, bei denen das Vertrauensverhältnis ähnlich ist wie bei Amazon. Da muss dann der nächste logische Name fallen: Otto.de. Im Unterschied zu den anderen großen Online-Shops mit erheblichem Marktanteil hat die Nummer zwei die Schranken für Drittanbieter geöffnet. Wenn man dies mit genügend Sorgfalt weiterverfolgt, und das Sortiment so vernünftig ausbaut, würde Otto.de meiner Meinung nach zur klaren Nummer eins auf dem deutschen Markt werden. Bei der momentanen umsatzmäßigen Nummer drei, Zalando, ist man im Gegensatz zu Otto zu sehr im Sortiment beschränkt. Dies gilt für die anderen großen Online-Shops ebenso. Man wird die Rolle von Amazon nicht übernehmen können, ohne dass man sich für andere Händler öffnet. Ein Name muss deswegen hier auch noch fallen: Real.de. Der Vorgänger, Hitmeister, hat sich darauf spezialisiert, mit Drittanbietern zusammenzuarbeiten. Der Sprung zur allgegenwärtigen vertrauenswürdigen Bezugsquelle für den Deutschen Endkunden blieb aber aus. Ebenso war man nicht unbedingt bei jedem Händler als Umsatzbringer bekannt. Durch die Fusion mit Real.de und dem damit einhergehenden Imagegewinn kann sich das aber durchaus ändern. Ein großer Vorteil, den Real zusätzlich hat, ist das Netz an stationären Läden. Der Anteil an Bestellungen, der über Filialen abgewickelt wird, steigt laufend an. Immer mehr Kunden nutzen diese Kombination aus Online- und Offlinemarkt. Vielleicht die Zukunft? Bei einem potentiellen Wegfall von Amazon ist das eine Überlegung wert.
Bleibt aber noch die Frage nach neuen starken Seiten; starken Plattformen, aber auch starken Eigenshops. Würde hier eine Revolution stattfinden? Vielleicht. Die Landschaft der eigenen Online-Shops würde sicherlich in der Masse profitieren. Ob sich neue, bis zum heutigen Tage nicht gegründete Shops und Seiten als Sieger auftun würden, ist natürlich kaum zu sagen. Ein breites Sortiment, über das eines einzelnen Händlers hinaus, halte ich aber für ebenso unabdingbar, wie einen zentralen Kundenservice und die Übernahme der Zahlungsabwicklung. Das „alles aus einer vertrauenswürdigen Hand“ wurde von Amazon zu lange vorgelebt, als dass die Kunden hierauf verzichten würden.

Das alles sind natürlich Theorien. Wie wahrscheinlich es ist, dass Amazon überhaupt jemals zum Fall kommen wird, ist schon nicht zu sagen, geschweige denn wie es dann tatsächlich weiter gehen wird. Aber müssen wir Händler uns für diesen Fall wappnen? Ich möchte mal ein entschiedenes „Jein“ antworten. Wie immer kommt es auf den Einzelfall an. Der Ein-Mann Betrieb, der jetzt nur über Amazon verkauft wird anders mit der Situation umzugehen haben, wie das mittelständische Wirtschaftsunternehmen, das 25 Mitarbeiter beschäftigt. Für alle Online Verkäufer muss aber sicherlich gelten, dass man finanzielle Reserven haben muss. Man hat gesehen, dass es zu Ausfällen von sicher geglaubten Auszahlungen kommen kann. Solche Probleme muss man überstehen können. Für zu kurzsichtig halte ich aber auch die Unternehmer, die sich nur auf „FBA“ (Versand durch Amazon) beschränken und selbst keine Ware mehr in die Hand nehmen. Sicherlich ist es praktisch, Vorlieferanten dazu zu bringen, Ware direkt zu Amazon zu schicken und den Rest dort erledigen zu lassen. Aber das Konstrukt ist instabil. Ich halte es für enorm wichtig, dass man sich nicht nur auf andere verlässt und jedes Unternehmen auch selbst noch verschicken und Support erledigen kann. Dass Amazon gerade in diesen Bereichen bereits Probleme hat, ist offensichtlich. Und es muss nicht zu einem Fall kommen, damit die Händler wieder mehr davon selbst übernehmen müssen.

Von daher gilt was im Geschäftsleben meistens gilt: Nie nur auf ein Pferd setzen. Nie alles andere erledigen lassen. Kurzum: Sich nie mehr von anderen abhängig machen als unbedingt nötig; flexibel sein und nicht stehen bleiben.

Autor: Florian Obermüller
Florian Obermüller ist der Geschäftsführer der Online-Versand-Grafenau GmbH mit Sitz in Grafenau im Bayerischen Wald. Gegründet 2004 wurde das Geschäft über viele Jahre nur über Ebay betrieben. Mittlerweile ist Amazon der Haupt-Absatzkanal. Trotzdem nutzt er auch heute noch Ebay und bereits seit vielen Jahren Real.de, ehemals Hitmeister, sowie einen eigenen Shop mit Abholmöglichkeit.

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