Weiterhin viele Bewertungen durch “Gratis-Produkte” bei amazon.de möglich

Weiterhin viele Bewertungen durch “Gratis-Produkte” bei amazon.de möglich

Uns erreichen ab und zu Mails zu dem pikanten Thema Bewertungsgenerierung bei Amazon. Obwohl Amazon ganz klar vorgibt, dass Bewertungen nicht durch besondere Anreize, wie kostenlose oder rabattierte Artikel entstehen dürfen, schert es viele Händler nicht. Im folgenden Fall wird sogar in den Bewertungen von Kunden Bezug auf die kostenlosen Produkte genommen. Amazon duldet diese Praxis anscheinend weiterhin, vor allem bei großen Händlern, was den ehrlich handelnden Händlern gegenüber unfair ist.

Das folgende Beispiel wird nur exemplarisch genommen. Der Händler wurde unkenntlich gemacht.

Eingesendet durch einen Gastblogger der namentlich nicht genannt werden möchte:

Rezensionen mit Gratisprodukten noch möglich trotz Amazon TOS

Produktrezensionen helfen Kunden dabei fundierte Kaufentscheidungen zu treffen. Sie helfen Rücksendungen zu reduzieren und das Produkt zu verbessern. In der Vergangenheit wurde das jedoch durch viele Verkäufer ausgenutzt und es wurden Gratisprodukte an Tester verteilt die danach bewertet haben und so wurden die Bewertungen gesteigert.

Vor kurzem hat Amazon seine Rezensionsrichtlinien stark eingeschränkt, dass die Kunden dem Marktplatz wieder Vertrauen schenken. Amazon schreibt hier Zitat:

Amazon verfügt über spezielle Richtlinien, die die Authentizität von Kundenrezensionen schützen sollen. Wir bitten Sie, diese Richtlinien einzuhalten und etwaige Verstöße zu melden, die Sie möglicherweise bemerken. Wir haben unten Links zu unseren Richtlinien bereitgestellt. Beachten Sie, dass Amazon eine Null-Toleranz-Richtlinie gegenüber Verstößen gegen Kundenrezensionen hat. Falls wir Versuche entdecken, Kundenrezensionen zu manipulieren, ergreifen wir sofortige Maßnahmen, die unter anderem Folgendes umfassen können:

  • Entzug der Verkaufsberechtigung bei Amazon;
  • Das Entfernen aller Produktrezensionen und das Verhindern, dass das Produkt in Zukunft Rezensionen oder Bewertungen erhält;
  • Permanentes Löschen des Produkts bei Amazon;
  • Klage gegen den Verkäufer.

 

Quelle (https://sellercentral.amazon.de/gp/help/help.html?itemID=GYRKB5RU3FS5TURN)

Amazon verbietet ganz klar:

  • Ein Verkäufer bietet einem Dritten eine finanzielle Entlohnung, Rabatte, kostenlose Produkte oder eine andere Entschädigung für eine Rezension zu seinem Produkt oder einem Produkt des Konkurrenten an. Dies beinhaltet die Nutzung von Dienstleistungen, in deren Rahmen Kundenrezensionen, Websites oder Social-Media-Gruppen verkauft werden.

Leider wird dies aktuell die letzten Jahre umgangen durch sogenannte Gratis-Produkt-Zettel welche von diversen Händler in Ihre Pakete / Produkte bei gelegt werden.

Hier ein Beispiel:

Kostenlose Produkte, um Bewertungen bei Amazon zu generieren

Kostenlose Produkte, um Bewertungen bei Amazon zu generieren

Es beschweren sich auch schon die Käufer

Zitat:

Bei dieser Aktion geht es dem Verkäufer offenbar in allererster Linie darum, mehr positive Bewertungen zu generieren. Somit wird – relativ zu den Bewertungen anderer Produkte – eine verfälschte durchschnittliche Produktbewertung provoziert. Und weil der Kunde sich in vielen Fällen bei der Kaufentscheidung von Kundenbewertungen beeinflussen lässt, werden dem Verkäufer hierdurch höhere Verkaufszahlen und somit höherer Umsatz beschert.

Aus Meiner Sicht ist das äußerst unseriös!

Zitat 2:

Hi, ja das ist eine Kundengewinnungsaktion und wirklich zu 100% kostenfrei und keine Falle! Einfach hier bei Amazon eine positive Bewertung schreiben, ein paar Minuten warten (es dauert ein bisschen, bis Ihre Bewertung sichtbar ist). Dann auf Ihre eigene Bewertung klicken, so dass diese in einem eigenen Fenster geöffnet wird. Diesen Link dann wie Beschrieben an den Versender schicken. Ich hatte denselben Toner (den, den ich gekauft habe) genau 3 Tage später als Paket bei mir zu Hause! Also unbedingt machen 😉

Amazon scheint dieses Verhalten hier zu dulden und so werden viele Bewertungen generiert in verschiedenen Branchen.

Dieser Beitrag wurde uns zugesendet und leicht abgeändert, um den beschriebenen Händler unkenntlich zu machen. Der Verfasser ist der Redaktion bekannt.

Google SEO – Der Nicht-Seo-Experte rät…

Google SEO – Der Nicht-Seo-Experte rät…

Beitrag Nr. 82746 zum Thema Google Seo

Ich möchte hier gerne von meinen Seo-Erfahrungen im eigenen Shop berichten. Wir kennen alle die zahlreichen selbsternannten Seo Experten. Ich betone ganz deutlich, dass ich kein Seo Experte bin und trenne bei meinen Aussagen deutlich zwischen Glauben und Wissen. Dieser Artikel richtet sich an die Kleinen Händler, so wie ich einer bin. Auch ich habe bereits erhebliches Geld mit Google Adwords verbrannt und meine Erfahrungen gemacht. Ich bezeichne das als Lehrgeld und schliesse Google Ads natürlich bis heute nicht aus. Google Ads ist ein gutes Mittel um Umsatz zu generieren. Hier möchte ich aber über die schönere Variante schreiben. Umsatz durch Onpage-Optimierung. Ja, ich weiss, davon träumen wir ja alle. Keine Gebühren, alles über den eigenen Shop. Es gelingt den Wenigsten. Mir gelingt das nun schon mit viel Potential nach oben. Ich schreibe hier über die Erfahrungen der letzten 3 Monate. Ganz kostenlos war das auch nicht. Eins ist aber klar, mein Shop Umsatz ist ohne Google Ads mittlerweile grösser als mein eBay Umsatz. Dabei möchte ich nicht verschweigen, dass mein eBay Umsatz schon länger nicht mehr gigantisch gross ist. Das wird aber wohl den meisten Händlern so gehen. Alle reden davon alternativ einen Shop zu betreiben, um sich von Amazon unabhängig zu machen. Schwieriges Unterfangen, aber eben nicht unmöglich. Unabhängig bin ich noch nicht, aber der Weg ist sicherlich der Richtige. Schon einmal ein Fazit vorab…ich möchte dazu motivieren sich doch mal mehr mit dem eigenen Shop zu beschäftigen, da ich nun weiss, dass es geht. Ich verrate auch wie! Jetzt kommt die grosse Überraschung, es ist eigentlich ganz einfach, aber verdammt viel Arbeit. Nichts davon geht mal eben. Ich erinnere mich an einen Vortrag eines Seo Experten, der mir grundsätzlich gefiel. Das meiste kannte ich schon seit Jahren, deshalb spare ich mir hier auch die tausend SEO Basics, die kann man reichlich im Netz nachschlagen.

Das SEO Erfölgchen

In einem Vortrag zum Thema Seo kam aber ein Beispiel eines Herstellers vor, der 120 Produkte anbietet, die sich sehr ähnlich sind. Nun habe ich das umgesetzt, was dieser Hersteller auch umgesetzt hat. Getreu der Regel “Gebt Euch Mühe und Ihr rankt bei Google”.
Eigentlich bin ich ja ein Freund von Automatisierung. Ich bin da sogar anmassend und sage, dass das meine Profession ist. Als Softwareentwickler verstehe ich es Algorithmen zu entwickeln, die stumpfsinnige Tätigkeiten für mich erledigen. Diesmal bin ich einen ganz anderen Weg gegangen und habe mal so richtig von Hand gearbeitet. Schauen wir uns meine vorkonfektionierten Batteriekabel auf leckerstecker.de.

Dieses hübsche Chart zeigt, wie sich das Projekt “Batteriekabel” entwickelt hat.
Wenn man dann mal ein Inkognito Fenster aufmacht und den Suchbegriff “Batteriekabel konfektioniert” eingibt, erhält man folgendes Ergebnis:

Leckerstecker konfektionierte Batteriekabel

Hier sieht man das Suchergebnis, wenn man die Anzeigen abzieht, lande ich auf Platz 4. Die gute Nachricht ist, es ist total einfach. Die schlechte Nachricht, es ist Arbeit, aber total bezahlbar. Ich möchte die Arbeit von guten SEO Agenturen gar nicht schlecht reden. Es gibt aber viele am Markt, die Euch dummes Zeug erzählen und Glauben als Wissen verkaufen. Vor allem werden die Prioritäten oft falsch gesetzt. Aber sprechen wir lieber davon, wie man leicht ein ordentliches Ranking umsetzt. Nehmt eine Artikelseite und beschreibt das Produkt ordentlich. Fertig.

Wie jetzt? Mehr nicht?
Richtig. Mehr nicht.

Das Gleiche gilt natürlich für Landing Pages, Kategorie Pages und andere Seiten in Eurem Shop. In meinem Beispiel handelt es sich um Shopware.

Das, was ich hier erzählt ist leicht überprüfbar. Hier die Batteriekabel: https://www.leckerstecker.de/batteriekabel/

Wenn Ihr Euch das mal anschaut, werdet ihr feststellen, dass für jedes Kabel eine eigene Beschreibung erzeugt wurde. Ich, naja also Nicki Ahlgrim, hat den Grossteil der Texte geschrieben.
Da in den Bulletpoints alle technischen Daten enthalten sind, hat sie sich schöne Geschichten ausgedacht. Denn mehr als in den Bulletpoints beschrieben, gibt es aus technischer Sicht zu einem solchen Kabel nicht zu sagen. Es geht hier um 170 unterschiedliche Produkte, die aber eigentlich 170 Varianten darstellen. Die erste Reaktion ist sicherlich…das ist viel zu viel Arbeit. Ich möchte erklären, warum es nicht zu viel Arbeit ist. Ich bin ein Freund von Automatisierung – Handarbeit halte ich normalerweise für unsinnig. Sie gibt ein Fleissgefühl, ist aber das Gegenteil von Skalierbarkeit. Skalierbarkeit bedeutet für mich, dass steigender Umsatz nicht in gleichem Mass steigender Aufwand bedeuten muss. Diese Handarbeit ist nachhaltig. Das hat jetzt wenig mit dem Klimawandel zu tun, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass die Arbeit für lange Zeit von Google Wertschätzung erfährt und für Umsatz sorgt. Die Batteriekabel sind nur ein Auszug. Wir reden in meinem Beispiel von ca. 1000 Artikel insgesamt und dem Ziel, für jeden Artikel eine eigene Beschreibung zu erzeugen. Lasst die Finger von Tools, macht das von Hand! Nun kann ich aus Erfahrung sagt, dass es möglich ist. Wenn man sich pro Woche 10 Artikel vornimmt, ist das schon gar nicht mehr so dramatisch. Macht Euch zu den einzelnen Produktkategorien manuelle Stichwortlisten – wechselt die Produkte, wenn Ihr textet – das verringert das Risiko sich ständig zu wiederholen.

Das Fazit ist also – sich mühe geben funktioniert! Natürlich ist es hilfreich sich Gedanken über Keywords zu machen. Es ist auch kein Verbrechen Keywords in den Beschreibungen zu verwenden, solange man für den Menschen und nicht für die Suchmaschine textet. Aus alten eBay Zeiten und später Amazon Optimierungen hatte sich bei mir verinnerlicht, dass der Titel so unfassbar wichtig ist. Das ist er sicherlich auch, jedoch hat man ganz neue Möglichkeiten, wenn man sich bewusst macht, dass der übrige Text für Google auch eine sehr grosse Rolle spielt.

Wie überprüfe ich den Erfolg?

Ich habe mich für das Tool von www.sistrix.com entschieden. Leider werde ich für diese Werbung nicht bezahlt 😉
Wichtig ist aber, dass ich es für unumgänglich halte, ein Tool für die Überprüfung einzusetzen. Hier gilt also dann doch wieder – Automatisierung ist Trumpf. Es gibt auch sicherlich noch andere gute Anbieter, die da einen guten Job machen. Die Batteriekabel sind nur ein Beispiel. Das folgende Chart zeigt, wie sich das Ranking auf Seite 1 entwickelt hat.

Zum Gesamtsichtbarkeitsindex von www.leckerstecker.de – Fakt ist, im grossen weiten Netz ist die Domain “noch” nicht wirklich relevant. Sistrix zeigt die Domain auch mit einem üblen Gesamtsichtbarkeitsindex an. Das interessiert mich “noch” nicht – wichtig für mich ist z.Zt. der Projektsichtbarkeitsindex – also wie meine Keywords ranken. Alle Charts aus dem Beitrag beziehen sich darauf. Unter dem Strich zählen am Ende nach allen Analysen der Umsatz…und ja, der hat sich signifikant verbessert. Mitte des letzten Jahres habe ich meinen selbst entwickelten Shop durch Shopware ersetzt. Der Gesamtsichtbarkeitsindex war ungefähr 3x so gut wie jetzt. Nur jetzt konvertiert der Shop – bis Juli 2018 bewegte sich da fast nichts.

Ich habe nun gelernt, dass Google Seo ein fortlaufender Prozess ist. Man kann dem aber entnehmen, dass es immer besser wird. Es gilt jedoch zu befürchten, dass die Optimierung nie endet. Solange der Umsatz motiviert, spielt das wohl eine untergeordnete Rolle. Ich habe Bing übrigens nicht vergessen…oder andere Suchmaschinen. Das Prinzip dürfte dort ähnlich sein.

In dem Sinne, viel Erfolg bei Deinem Projekt!

Eine kleine ONLINE Weihnachtsgeschichte

Eine kleine ONLINE Weihnachtsgeschichte

Es war einmal ein alter Mann, der von Anbeginn seiner Existenz an immer nur die Welt erobern wollte.

Er kam – sah und siegte! Völlig egal, ob er 18., 40. oder gar 55 Jahre alt wurde – er trotzte allen Unbilden, Krankheiten und/oder Wetterlagen. Völlig gleich, auf welchem Terrain oder in welcher Sparte – wo er war, war vorne. Völlig egal, ob er Ahnung oder Input hatte – er verschaffte sich diesen. Völlig egal, welche Steine grad im Weg lagen – er räumte diese aus dem Weg, da AUFGEBEN nicht zu seinen Aufgaben/DNA gehörte. Er baute mehrfach Imperien auf, verlor diese, leckte seinen Wunden, rappelte sich wieder auf – setzte die Sonnenbrille gerade und ging seinen Weg stur geradeaus.

Rückblick:

2014 roch er dann ein wenig am E-Commerce. Ab 2016 war er, wie in jedem bisherigen Business-Bereich Feuer und Flamme. Kein Symposium, keine Website, kein Seminar, keine Ausbildung, keinen Newsletter und keine Konferenz, die er nicht besucht, aufgesogen und eingeatmet hätte.

Er inhalierte, konsumierte den E-Com. Stellte Fragen und analysierte die Antworten. Der alte Mann agierte wie immer in seinem bisherigen Leben. Try and Error – geht oder geht nicht – schwarz oder weiß und dann All-In: Alles auf Rot!

 

Umsätze und Gewinne in Sachen Tischkonfetti/Luftballons und vielen anderen Dingen, die kein Mensch wirklich braucht, die aber jedweder Kalkulation oder Erwartung trotzten! Selbst die führenden Chinesen hielt er am langen Arm auf Abstand. Konten-Sperrungen, Mitbewerber, Plagiate und Kopierer fichten ihn nicht an. Er gab wie immer Vollgas und es ging „mal wieder“ steil nach oben – kein Ende in Sicht … the sky ist the limit!

Wie immer hatte er alles in eine Waagschale geworfen. Alles gegeben. Schlaf wird überbewertet – Leben ist nur eine der Phasen im Sein. Nur Erfolg ist das Maß aller Dinge und Verlieren ist verboten. Ernährung ist nur Aufnahme von Energie und alle elektrisierten Zellen werden von Alkohol und Nikotin massiert und diese immerwährenden Zutaten sind das Dressing für seinen Kopfsalat!

 

KPI – CTR – FBA – PBS … Analyse, Reaktion, Aktion und Bericht. Machen – tun – machen und nie versagen. Die Welt, die Firma, die Mitarbeiter, die Partnerin, der Hund – alle brauchen den alten Mann! Es geht nicht ohne und selbst als Speaker erblickt seine Sicht der Dinge das Licht der Welt.

 

Bremse treten + Notfall Assistent:

24 Monate Vollgas fordern Tribut.

Der alte Mann ging widerstrebend und nur auf Wunsch seiner Frau zum All-Over-Checkup. Alles Kinkerlitzchen 100% fit, leistungsfähig und voll drin im big business. Alles Zeitverschwendung – Blödsinn und Kinderkacke! Er muss dies – das – jenes und überhaupt am besten Gestern!

 

Gestern noch Vollgas im Business ….

Zwischendurch ist er zum Arzt gehetzt …. F^^^^g Langzeit Blutdruck angelegt …. Schnell wieder zurück und Machen – Tun – Arbeiten – Machen – Tun – reagieren – Machen – Tun – agieren – Machen – Tun!

Rede für die Firmen-Weihnachtsfeier schreiben … alles ist smooth! Bisschen Amalyse + shopdoc – ne miese Bewertung killen und eine Beschwerde wg. Markenrecht eintragen + FBA analysieren. Mitarbeiterpläne für die Feiertage sichten und Aufgaben vorplanen.

Und dieses mistige Blutdruck-Gerät gibt auf —- piept noch einmal lang und anhaltend – und AUS?

Stellt einfach seinen Dienst ein … pumpt nicht mehr und tut gar nichts? „Hallo Mr. Blutdruckgerät – einfach aufgeben ist nicht angedacht? Arbeite, Du mieses Stück – ich tue es auch!“

 

Heute beim Arzt:

„Guter alter Mann – das Blutdruckgerät hat gestern nicht ohne Grund den Dienst versagt: Sie hatten einen kleinen, aber feinen Herzinfarkt! Weit über 200!“

 

FUCK!

Alles zurück auf Anfang.

Das letzte Hemd hat keine Taschen und nach dem Online-Handel ist immer noch eine Welt mit Sonnenschein, grünen Wiesen und einer echten Partnerschaft … völlig ohne KPI & Co.

 

Wünsche Euch allen friedvolle Weihnachten und einen etwas anderen Blick auf unser business für die Zukunft!

Keep going and never quit!

Euer DAU

 

Dirk Carolus,  Shop: https://www.festefeiernonline.de
Amazon Gefahrgutprüfung FBA

Amazon Gefahrgutprüfung FBA

Lagerbestand ohne aktives Angebot

Früher oder später passiert es halt. Ihr habt ein Produkt bei Amazon eingelagert und es erscheint in der Liste der nicht verkaufbaren Artikeln. Warum? Amazon bzw. ein Algorithmus hat den Verdacht, es könne sich um ein Gefahrgut handeln. Grundsätzlich kann ich Amazon sehr gut verstehen. Schlussendlich wollen sie sich an gesetzliche Regelungen halten. Jedoch zwingen sie mit nervigen Klicks für jedes einzelne Produkt zu bestätigen, dass es sich nicht um ein Gefahrengut handelt. Leider ist ihnen unsere Zusicherung nicht genug, wenn Verdacht auf Gefahrengut besteht, ist der Artikel halt für den Versand durch Amazon gesperrt. Nun ist mir jedoch schon mehrfach passiert, dass Artikel gesperrt wurden, die kein Gefahrgut sind. Man öffnet einen Fall, dieser wird dann an die Fachabteilung weitergeleitet. Man wird dann gebeten ein Formular auszufüllen. Halleluja…macht man dann und findet die Fragen schon recht sinnlos. Es geht aber nicht darum den Sinn zu klären, dass kann man anderer Stelle stundenlang diskutieren. Wir wollen verkaufen. In meinem Beispiel ist es ein Halter für einen iGrill 3 Bluetooth Thermometer. Wichtig für diesen Beitrag ist aber lediglich…das Ding besteht nur aus Kunststoff! Es enthält keine Flüssigkeiten, keine Batteriesäure, ist nicht ätzend oder gar explosiv. Zum Einatmen ist es zu gross und essen sollte man den Halter auch nicht.

Nachdem ich nun den ersten Fall zur Klärung aufgemacht habe, hat man mir ein Formular zur Freistellung gesendet. Das habe ich brav ausgefüllt, das hat dann eine Woche gedauert – oops – da war noch etwas falsch. Leider hat mir keiner gesagt was falsch ist. Also habe ich das ganze Formular nochmal ausgefüllt und m.M.n. noch sinnlosere Angaben hinzugefügt. Es wurde wieder abgelehnt. Auf die Frage warum, konnte man mir keine Antwort geben. Das ist dann natürlich bitter und gleichzeitig der Grund für diesen Beitrag. Der dritte Fall war dann erfolgreich. Ein kompetenter Mitarbeiter hat mir verraten, dass ich ein veraltetes Formular verwendet habe. Also genau das, was man mir 2x kurz vor geschickt hat. Damit Ihr das schonmal richtig machen könnt, hier das richtige Formular Stand Dezember 2018

Das Kernproblem war aber eine Formulierung. Wenn Ihr also mit der Prüfung scheitert, schaut auf die Formulierung in den Bulletpoints oder in der Produktbeschreibung. 

“Die Gehäuse Halterung für den iGrill 3 umfasst sowohl das Batteriepack als auch das iGrill 3 Bluetooth Thermometer.”

Das klingt so, als ob da Batterien enthalten sind und stellt einen Widerspruch zu den Angaben aus dem Freistellungsformular dar. Gemeint war lediglich, dass das nicht enthaltene Batteriepack vom Gehäuse umfasst wird.  An anderer Stelle war zwar zu lesen, dass es sich nur um das Gehäuse handelt, aber so genau liest das keiner in der Fachabteilung. Der Verdacht auf Gefahrengut reicht also für eine Sperre. Wenn eine Markenregistrierung vorliegt, kann der Verkäuferservice den Text selber nicht verändern. Deshalb achtet darauf, dass nicht im Geringsten der Eindruck entsteht, es könnten Batterien oder andere Gefahrenstoffe enthalten sein. Diskutiert nicht über den Sinn oder Unsinn, sondern kümmert Euch um das Ziel den Artikel frei zu bekommen. Und natürlich wie immer…höflich bleiben. Der Amazon Mitarbeiter hat die Richtlinien und die Verfahren nicht erfunden.

Auf der Seite 3 findet Ihr noch ein Häkchen, vergesst keinesfalls das Häkchen zu setzen und das Formular auszufüllen, auch dann, wenn keine Batterien oder ähnliches enthalten sind. Bei der Anzahl Batterien tragt ihr halt eine 0 ein.

Du liest den Text und Du hast einen Erfahrungswert, der diesen Artikel verbessert? Bitte her damit!

Gefahrgut ohne Gefahrgut 😉

 

Nachhaltigkeit & Umweltschutz im E-Commerce – Was können wir tun?

Nachhaltigkeit & Umweltschutz im E-Commerce – Was können wir tun?

Till Andernach und Michael Atug sprechen über das wichtige Thema Nachhaltigkeit im E-Commerce.

 

 

Was können wir Onlinehändler eigentlich zum Thema Umweltschutz beitragen?

Was für Ideen gibt es zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz schon?

Wie gehe ich als Mensch eigentlich mit dem Thema Umweltschutz um und wie lebe ich das meinen Kindern vor?

Verkäufer-Gedanken über amazon – Wie geht es weiter?

Verkäufer-Gedanken über amazon – Wie geht es weiter?

Wird es eine “Zeit nach Amazon” geben?

Ein Gastbeitrag von Florian Obermüller

Schon lange komme ich bei Gesprächen mit Lieferanten und anderen Verkäufern immer wieder an den Punkt, dass man überlegt, ob Amazon ein „ewiges Phänomen“ sein wird. Oder wird es jemals wieder eine Zeit geben, in der wir ohne Amazon leben werden? Also wir Händler, aber auch wir Kunden. Eine komplizierte Vorstellung. Andererseits war bislang alles vergänglich in der Menschheitsgeschichte. Aber diese Überlegungen wurden nie ernsthaft zu Ende gedacht. Nun kam es aber bekanntlich schon öfter zu Zahlungsverzögerungen Seitens Amazon in letzter Zeit und der eine oder andere Gedanke an obiges Szenario war wieder im Kopf. Ich spinne den Gedanken deswegen hier mal zu Ende und stelle die Frage: Kann Amazon scheitern und was passiert dann?

Kann Amazon scheitern? Nun, was könnte Amazon zum Scheitern bringen? Dafür gibt es grundsätzlich mal zwei Möglichkeiten. Einerseits können solche Unternehmen von innen heraus zerbrechen, also quasi implodieren, beispielsweise in dem man sich übernimmt und plötzlich zahlungsunfähig wird. Ob Amazon vor kurzem wirklich zahlungsunfähig war, wie von so manchen behauptet, halte ich dann doch für eine gewagte Aussage. Ausschließen kann ich das aber natürlich auch nicht. Wenn man sich die Bilanzen der letzten Jahre so anschaut wurde nie ein richtig hoher Gewinn ausgewiesen. Man investiert einen Großteil des Ertrages wieder und es werden, zum Leidwesen des Marktes, viele Preise subventioniert. Von einem großen Geldberg, der da irgendwo liegt, kann sicherlich nicht ausgegangen werden. Trotzdem nimmt Amazon laufend richtig viel ein, und dass sich hieraus ein Zahlungsengpass entwickeln kann, glaube ich nicht. Schon alleine das lange Zahlungsziel wird das verhindern. Dennoch stärken die massiven Verkäufe von Anteilen von Unternehmensgründer Bezos das Vertrauen in Amazon auch nicht wirklich.
Bleibt ein mögliches strukturelles Problem, das Amazon haben könnte. Und ja, hier werden wir durchaus fündig. Das Software-System von Amazon ist komplett veraltet. Die Datensätze laufen heute noch in einfachen Tabellen. Viele Schnittstellen zu Datenlieferanten versteht schon seit vielen Jahren niemand mehr, weil die Personen, die das alles gebaut haben, längst das Unternehmen verlassen haben und das Know-How mit denen ging. Weiterhin tut Amazon das schnelle Wachstum nicht gut. Jeder, der schon einmal Kontakt mit dem Support hatte, weiß, dass hier sehr viel im Argen liegt. Um überhaupt noch erreichbar zu sein wurden Callcenter engagiert, die die Anrufe entgegennehmen, wobei der Telefonist in aller Regel deutlich weniger Ahnung von Amazon hat als ein Verkäufer, der anruft. Dies, und viele andere interne Probleme sind sichtlich vorhanden, werden aber ein Sterben von Amazon nicht auslösen können. Sicherlich sorgen die für gebremstes Wachstum. Mehr aber nicht.

Anders schaut es mit externen Faktoren aus. Konkurrenz kommt aus Asien angerauscht. Diese ist zwar mächtig, wird Amazon aber nicht mehr aus etablierten Märkten verdrängen. Trotzdem halte ich ein Überholen im weltweiten Markt für möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich. Richtig Ärger droht Amazon aber von den Steuerbehörden. Lange Jahre lächelte man auf beiden Seiten Probleme weg. Das scheint aber vorbei zu sein. Großbritannien hat den Online-Riesen schon in die Pflicht genommen und die Machenschaften der keine Steuer zahlenden Asien Unternehmen unterbinden lassen. Die EU hat ähnliches auf den Weg gebracht und die Bundesregierung will das sogar noch schneller umsetzen. Aber auch die Steuerflucht von Amazon selbst wird immer lauter diskutiert. Und sicherlich wird man auch nicht erfreut sein wenn man sieht, wie Amazon die Rechte der eigenen Arbeitnehmer aushebelt in dem es die diskutierten Arbeitsplätze ins Ausland verlagert. Hier prallen Welten aufeinander: US-Amerikanische Gelassenheit in solchen Angelegenheiten auf Europäisches – und vor allem Deutsches – Gerechtigkeitsdenken. Ich denke, dass es hier noch richtig Ärger für Amazon geben wird. Ob man Amazon damit zum Fall bringen kann und will halte ich aber auch für zweifelhaft. Die Kombination all dieser Faktoren könnte es aber vermutlich. Wenn Amazon auf einmal wirklich Konkurrenz bekommt, wenn Amazon die internen Probleme nicht mehr in den Griff bekommt wie in der Vergangenheit, und wenn Amazon weiterhin nicht mit den Behörden kooperiert wäre zumindest ein deutlicher Knick in der Entwicklung gut vorstellbar – vielleicht auch mehr.

Das bringt die Frage auf: Was wäre eine Welt nach Amazon?
Um die Antwort für uns Verkäufer finden zu können steht als erstes die Überlegung an, was der Endkunde machen würde. Würde er wieder mehr stationär kaufen? Als erste Reaktion vielleicht ja. Langfristig sicherlich nicht. Über das Internet zu kaufen ist einfach zu bequem und beim Großteil der Bevölkerung „zu normal“ geworden. Man muss also eher von einer Verlagerung im Internet ausgehen. Nur wohin?
Den meisten wird als erster Name vermutlich Ebay einfallen. Würde Ebay davon profitieren? Sicher! Aber Ebay ist es bis heute nicht gelungen, das Vertrauen, das Amazon seinen Kunden vermittelt, aufzubauen. Im Gegenteil versuchte man dort ja die ganze Zeit dem großen Konkurrenten nachzustellen, in dem man mehr schlecht als recht Maßnahmen kopiert hat. Das Verständnis, was zumindest die Europäischen Kunden an Amazon schätzen, fehlt dort einfach schon immer. Trotzdem würde Ebay profitieren. Allerdings auch andere. Der Endkunde würde sich wieder Marktplätze suchen, bei denen das Vertrauensverhältnis ähnlich ist wie bei Amazon. Da muss dann der nächste logische Name fallen: Otto.de. Im Unterschied zu den anderen großen Online-Shops mit erheblichem Marktanteil hat die Nummer zwei die Schranken für Drittanbieter geöffnet. Wenn man dies mit genügend Sorgfalt weiterverfolgt, und das Sortiment so vernünftig ausbaut, würde Otto.de meiner Meinung nach zur klaren Nummer eins auf dem deutschen Markt werden. Bei der momentanen umsatzmäßigen Nummer drei, Zalando, ist man im Gegensatz zu Otto zu sehr im Sortiment beschränkt. Dies gilt für die anderen großen Online-Shops ebenso. Man wird die Rolle von Amazon nicht übernehmen können, ohne dass man sich für andere Händler öffnet. Ein Name muss deswegen hier auch noch fallen: Real.de. Der Vorgänger, Hitmeister, hat sich darauf spezialisiert, mit Drittanbietern zusammenzuarbeiten. Der Sprung zur allgegenwärtigen vertrauenswürdigen Bezugsquelle für den Deutschen Endkunden blieb aber aus. Ebenso war man nicht unbedingt bei jedem Händler als Umsatzbringer bekannt. Durch die Fusion mit Real.de und dem damit einhergehenden Imagegewinn kann sich das aber durchaus ändern. Ein großer Vorteil, den Real zusätzlich hat, ist das Netz an stationären Läden. Der Anteil an Bestellungen, der über Filialen abgewickelt wird, steigt laufend an. Immer mehr Kunden nutzen diese Kombination aus Online- und Offlinemarkt. Vielleicht die Zukunft? Bei einem potentiellen Wegfall von Amazon ist das eine Überlegung wert.
Bleibt aber noch die Frage nach neuen starken Seiten; starken Plattformen, aber auch starken Eigenshops. Würde hier eine Revolution stattfinden? Vielleicht. Die Landschaft der eigenen Online-Shops würde sicherlich in der Masse profitieren. Ob sich neue, bis zum heutigen Tage nicht gegründete Shops und Seiten als Sieger auftun würden, ist natürlich kaum zu sagen. Ein breites Sortiment, über das eines einzelnen Händlers hinaus, halte ich aber für ebenso unabdingbar, wie einen zentralen Kundenservice und die Übernahme der Zahlungsabwicklung. Das „alles aus einer vertrauenswürdigen Hand“ wurde von Amazon zu lange vorgelebt, als dass die Kunden hierauf verzichten würden.

Das alles sind natürlich Theorien. Wie wahrscheinlich es ist, dass Amazon überhaupt jemals zum Fall kommen wird, ist schon nicht zu sagen, geschweige denn wie es dann tatsächlich weiter gehen wird. Aber müssen wir Händler uns für diesen Fall wappnen? Ich möchte mal ein entschiedenes „Jein“ antworten. Wie immer kommt es auf den Einzelfall an. Der Ein-Mann Betrieb, der jetzt nur über Amazon verkauft wird anders mit der Situation umzugehen haben, wie das mittelständische Wirtschaftsunternehmen, das 25 Mitarbeiter beschäftigt. Für alle Online Verkäufer muss aber sicherlich gelten, dass man finanzielle Reserven haben muss. Man hat gesehen, dass es zu Ausfällen von sicher geglaubten Auszahlungen kommen kann. Solche Probleme muss man überstehen können. Für zu kurzsichtig halte ich aber auch die Unternehmer, die sich nur auf „FBA“ (Versand durch Amazon) beschränken und selbst keine Ware mehr in die Hand nehmen. Sicherlich ist es praktisch, Vorlieferanten dazu zu bringen, Ware direkt zu Amazon zu schicken und den Rest dort erledigen zu lassen. Aber das Konstrukt ist instabil. Ich halte es für enorm wichtig, dass man sich nicht nur auf andere verlässt und jedes Unternehmen auch selbst noch verschicken und Support erledigen kann. Dass Amazon gerade in diesen Bereichen bereits Probleme hat, ist offensichtlich. Und es muss nicht zu einem Fall kommen, damit die Händler wieder mehr davon selbst übernehmen müssen.

Von daher gilt was im Geschäftsleben meistens gilt: Nie nur auf ein Pferd setzen. Nie alles andere erledigen lassen. Kurzum: Sich nie mehr von anderen abhängig machen als unbedingt nötig; flexibel sein und nicht stehen bleiben.

Autor: Florian Obermüller
Florian Obermüller ist der Geschäftsführer der Online-Versand-Grafenau GmbH mit Sitz in Grafenau im Bayerischen Wald. Gegründet 2004 wurde das Geschäft über viele Jahre nur über Ebay betrieben. Mittlerweile ist Amazon der Haupt-Absatzkanal. Trotzdem nutzt er auch heute noch Ebay und bereits seit vielen Jahren Real.de, ehemals Hitmeister, sowie einen eigenen Shop mit Abholmöglichkeit.

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Let me entertain you

Let me entertain you

Wochenende – Party Time – Paymentday 2018!

Es ist soweit und das Event des Jahres kündigt sich an. Lecker Essen, lecker Trinken und lecker Leute.
Die Ladys stehen schon 24 Stunden vorher in den Startlöchern und stimmen akribisch Ohrringe, Push-ups und ihr Schuhwerk ab.
Die (echten) Männer brauchen zehn Minuten: Glotze ausmachen, Duschen, sich trocken Schütteln, ein Griff in den Kleiderschrank. Passt.

Egal, wie die unterschiedlichen Vorbereitungen auch aussehen mögen. Eins bleibt immer gleich: Die Vorfreude und Einstimmung mit Musik.

„Eine Megaparty beginnt vor der Party“, exakt diese Intention hatte Big Boss Michael Atug, als er die MCR-Playlist ins Leben schrie, damit allen Reisenden, ob per Auto oder im Learjet, die Wartezeit bzw. Anfahrt musikalisch verkürzt werden könne. Schöne Idee – gewagte Idee. Der Pferdefuß in dieser Geschicht’: alle Mitglieder von MCR sollten mitmachen, Songs vorschlagen und liken.

Die Büchse der Pandora war hiermit eröffnet.

 

Noch 7 Tage bis zum Paymentday

Samstagmorgen und Alexander Dotzler geht online, ruft zum engagierten Mitmachen auf, erklärt die Vorgehensweise und startet mit seinem ersten Titelvorschlag „Cordula Grün- (Josh.)“.
Spätestens an dieser Stelle hätte jeder gewarnt und darauf vorbereitet sein müssen, wohin die Reise geht.

In den nächsten Stunden trudeln die Vorschläge ein. Die Info (von Alex), dass es sich um Party-Mucke handeln sollte, wird weitestgehend ignoriert. Eigentlich werden erstmal die persönlichen Lieblinge unters ahnungslose und unschuldige Volk gestreut. Ich sag nur Cordula Grün (von Alex).
Sehr schön zu beobachten: selbst am heiligen Wochenendstart nehmen sich viele, viele Gruppenmitglieder Zeit sich zu beteiligen und ein wenig in ihrer Musikbox zu kramen.

Die Schlacht Slytherin gegen Gryffindor, Metal gegen Schlager und Techno gegen Frauenchor nimmt Fahrt auf. Und derDau weist regelmäßig daraufhin, dass Weihnachtsmelodien was „…für den Arsch seien…“.
Gegen Abend wird es aber tatsächlich partymäßiger. Schöne Sachen sind dabei, die Likes steigen, die Doppelpostings auch und die Online-Stimmung wird brühwarm, köchelt leicht und vergessene Schätzchen werden präsentiert. Die ersten Favoriten zeichnen sich ab.

(Leider, leider, leider war mein Geheimtipp „Katzeklo“ nicht dabei. Ja, ich muss sagen, er wurde verschmäht, gemobbt und ich musste selber liken. Hat aber nichts genützt, also keine Angst, ist nicht auf der Playlist – Ihr BANAUSEN!)

 

Noch 6 Tage bis zum Paymentday

Sonntagmorgen, und sie sind wieder da. Ganz früh, verkatert, aber gewillt die Playlist voranzutreiben.
Kandidaten wie Helene Fischer, 70er Jahre Hits und Walt Disney Soundtrack lassen den ein oder anderen zusammenzucken. Aber jetzt läuft es. Es geht ab.
Kreativität, Originalität und unkalkulierbarer Wahnsinn haben sich aus ihren Kerkern befreit. Die Kontrolleure derDAu und Alex flehen immer und immer wieder „…scrollt nach Oben, seht euch bitte auch die anderen Titel an…“, was ebenfalls präzise ignoriert wird. Ich glaube, einer von den beiden hat geweint.

Jetzt beginnt eine Reise durch Zeit und Erinnerungen. Tonbandaufnahmen, Schlaghosen, Vinyl, erster Pickel, erster Kuss, lila Sakkos, Game Boy, Ilja Richter, Discman, Houseparty undundund.
Eine Tatsache ist sehr beeindruckend. Die Evergreens fügen sich aus unterschiedlichen Musikrichtungen, Stilarten und Zeitabschnitten zusammen, werden aber von 18-119 Jährigen gleichermaßen geliebt. Kennt jeder, kann jeder mitsingen. Cool!

 

Sonntagabend.

Abendessen? Kinder ins Bett bringen? Tatort? Neeeee, Tastatur, youtube und Hirnkapazität werden konzentriert aufs Posten und Liken gerichtet.

War bisher die Veränderung der Songs ins Auge gefallen, so kann man ab jetzt sehr gut beobachten, wie sich das menschliche Verhalten verändert und entwickelt.

Die gute Danuta hat eine bilderbuchmäßige Metamorphose durchlebt und sich von „trommerfellzerschmetternden-dröhn-kreisch“ Bands über 80 Jahre Hits gearbeitet, um schließlich bei Chansons zu landen.

Dieses Happy-End ist Stephan Herzog zu verdanken. Er hat es auf Französisch versucht…und es erfolgreich gemeistert, auf Platz zwei in der Playlist und bei den Damen, Zitat „…jaja ganz toll, super, ganz nach meinem Geschmack, mochte ich schon immer…“ (hier ist das Lied “Non, je ne regrette rien” von Èdith Piaf gemeint, Ihr Ferkel!!).

 

Der Countdown läuft.

Alle Rechner qualmen und die scheuen Nachttiere (hallo Paul) kommen jetzt langsam aus ihren Löchern gekrochen. Sie klinken sich zaghaft ein. Mit Titeln, die keiner so recht versteht.
Ganze dreißig Minuten lang hält der Musikinspektor Dotzler persönlich den ganzen Betrieb auf, weil er jetzt, sofort, unbedingt wissen muss, wie ein Lied/Band heißt. ES FOLGEN ORIGINALZITATE!!!!

„Wie heißt jetzt dieses französische Lied wieder… dieses eine da.“
„Wie geht es denn?“
„Ist ein schnelles eben, ein Mann, oder Frau singt dazwischen etwas mit lalala ouoouhh, ist schon einige Jahre alt.“

Und was machen all die hilfsbereiten Verstrahlten? Sie suchen und grasen das ganze Netz nach diesem blöden Song ab und vergessen ihre eigentliche Mission. Das wäre auch noch stundenlang so weiter gegangen, aber Superheld und Retter S. Krötzsch hat es gefunden und uns erlöst: Ça Plane Pour Moi von Plastic Bertrand.

Die Posts und Kommentare häufen sich, werden schneller, heißer und schräger.
Eine vage Vermutung keimt auf, sicherlich eine Unterstellung, dass es sich einige vor dem Monitor mit einem Drink gemütlich gemacht haben. Es wird zwar hoch und heilig beteuert, dass allein Wasser, Red Bull und Kaffee konsumiert werden (um wach zu bleiben), aber Selfies belegen deutlich: Bierschaum auf der Oberlippe (der ist von der Milch), Jim Beam im Hintergrund oder die vielen Korken auf dem Küchentisch, dass der Promillegehalt nicht mehr jungfräulich ist.

Allein Frau Krampka postet eine Pulle Kölsch. Gut so, dafür muss man sich auch nicht schämen und ist seeeeeehr köstlich.

Kurz vor Mitternacht. Die Ereignisse spitzen sich zu. Die Doppelposts steigen.
„Den hast du schon heute Nachmittag eingestellt“ – „Ok, sorry“
„Bitte nicht noch mal, den hattest du schon zweimal“ – „Wirklich?“
„Schluss jetzt, der war schon, von DIR“ – „Kann nicht sein!“
Geliked wird nicht mehr.
Die Kategorien extrem exotisch, extrem avantgardistisch und extrem FSK 18 werden eröffnet und unermüdlich gefüttert.
Alex „…bitte scrollt nach…ach, was solls…“.
Kurz nach Mitternacht.
Der harte Kern macht einfach weiter. Thema Musik, ist in den Posts nicht mehr ausfindig zu machen. Ob denen überhaupt noch bewusst ist, dass sie auf fb posten?

 

Noch 3 Tage bis zum Paymentday

Noch 3 Tage? Muss mal sehen, was ich im Kleiderschrank habe…natürlich nichts.
Geh’ erst einmal Shoppen. Aber nicht im Internet. Die E-Commerce Leute sind mir zu bekloppt.

 

FAZIT:

48 Stunden, die ich gerne in meinen Lebenserfahrungen speichern werde.

 

Wichtiger Nachtrag

Sehr geehrter Herr Schommertz,

falls es in Zukunft zu einer weiteren bzw. ähnliche Aktionen kommen wird, erklären wir (für Sie) nochmal ganz geduldig die Spielregeln.

Wenn ein Song vorgeschlagen wird, können die Gruppenmitglieder mit einem speziellen Icon (kleines, blaues Händchen mit einem gestreckten Daumen, der nach Oben zeigt, welches -Super-O.K.-mag ich- symbolisiert) ihr Wohlgefallen zum Ausdruck bringen. Der Titel mit den meisten Zustimmungen (Daumen-Symbol) kommt auf die Playlist.
Leider haben Sie diese Richtlinien missverstanden. Aus irgendeinem Grund (Gott weiß, warum) haben Sie sehr motiviert Lach-Smileys gesammelt und „Herzlichen Glückwunsch“, in dieser Kategorie sind Sie auf Platz Eins!

Leider funktioniert dieses „Payback“ Sammelsystem in diesem Falle nicht und wir können Ihnen zu unserem Bedauern weder ein Küchenradio noch ein Topfset überreichen.
Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung (nicht wirklich).

 

 

Bildnachweise, Auswahl: pixabay
80er Jahre/ oskar, Rocksymbol/Popsky, Badeschlumpf/Capri 23auto, Frist/fraGraphicToday, Kaüelle/MaxxMcgee, Laserparty/geralt

Händlerinterview – Annemarie Raluca Schuster von SiAura Material

In unserem Blog wollen wir regelmäßig Händler vorstellen. In diesem Telefoninterview kommt Annemarie Raluca Schuster zu Wort. Sie ist Geschäftsführerin bei SiAura Material und mittlerweile auch Speakerin auf Konferenzen.

MCR: Seit wann bist Du als Händlerin tätig? Wo (Kanal) hast Du angefangen zu verkaufen und welche Produkte?

AS: Ich bin seit 2013 Händlerin. Angefangen habe ich im Gegensatz zu vielen anderen bei DaWanda und nicht bei Amazon. Amazon kam bei uns erst am Schluss. Wir verkaufen Material zum Herstellen von Schmuck. Angefangen hat es in meinem Wohnzimmer mit zwei Mitarbeitern, heute ist alles schon etwas größer mit 11 Mitarbeitern.

MCR: Mir ist aufgefallen, dass Du Deine Produkte auf mehreren Kanälen anbietest. Du bist sozusagen ein echter Multi-Channel Rockstar. Welcher Kanal ist für Dich der wichtigste? Welcher der unwichtigste?

AS: Für mich sind alle Kanäle wichtig und keiner unwichtig. Es geht mir nämlich nicht nur um den Umsatz und Gewinn, sondern darum, unsere Marke zu stärken. Wir nehmen alles mit und werden auch bald hood.de ausprobieren, da wir alle ansprechen wollen.

MCR: Welcher Kanal bereitet Dir am meisten Probleme und warum?

AS: Das ist DaWanda. Ich habe dort zwar angefangen aber es gibt immer Probleme mit der Platzierung. Das Ranking ist so aufgebaut, dass man nur gut platziert wird, wenn man viele Artikel verkauft. Wenn man also beispielsweise nur 1000 Artikel anbieten kann, hat man viel schlechtere Chancen gegen einen Händler, der in der gleichen Kategorie vielleicht 30.000 Artikel anbietet. [Anm. d. Red.: Mittlerweile hat DaWanda den Geschäftsbetrieb eingestellt.]

MCR: Welche Software benutzt Du und bist Du zufrieden? Benutzt Du wegen verschiedener Kanäle eine Lagersynchronisation? Wenn ja, funktioniert diese gut?

AR: Für das Daily Business benutzen wir Amalyze. Trello, damit wir keine Zettelwirtschaft haben, Sellerlogic und GetResponse. Zur Rechnungserstellung und Warenwirtschaft Billbee. Billbee synchronisiert für uns auch die verschiedenen Lager. Das geht ziemlich schnell.

MCR: Derzeit gibt es Probleme mit dem Versand auf Amazon und auch mit den Auszahlungen an Händler. Bist Du betroffen und was ist Deine Meinung dazu? Wenn ja, ist es ein Problem für Dich? Wenn ja, was hätte Dir geholfen oder würde Dir helfen?

AS: Ja, ich bin betroffen aber mich stört es gar nicht so sehr, dass das Geld nicht ausgezahlt wird, sondern dass die FBA-Bestellungen nicht verschickt wurden oder zu spät. Mein Problem ist, dass keine Kommunikation stattfindet. Das finde ich unfair. Wir vertrauen unsere Waren unserem Geschäftspartner Amazon an und dieser verschickt sie einfach nicht. Ich überlege nun wirklich, was ich da tun soll, denn mein Vertrauen in FBA ist derzeit nicht besonders hoch. Ich habe einige Anfragen an den Support geschickt und dann hört man nur, dass man den Kontakt mit den Kunden Amazon überlassen soll, nur ist gerade das sehr schwierig für mich. Ich hätte mir eine offene Kommunikation gewünscht aber eben nichts sagen ist doof. Ich mache mir dann Sorgen um meinen Geschäftspartner Amazon. Die Antworten auf meine Fragen werden dann ausweichend beantwortet, es sei viel zu tun. Aber das glaube ich eben nicht und das stärkt nicht gerade mein Vertrauen.

MCR: Wie sieht Deine Zukunftsplanung aus?

AS: Ich hoffe die Zukunft sieht rosig aus (lacht). Wir arbeiten an unserer Markenbildung. Wir hoffen auf Neukunden und ein noch besseres, größeres Sortiment. Außerdem möchten wir unseren Service noch verbessern, damit unsere Stammkunden weiterhin zufrieden sind. Was für mich sehr schön wäre, ist, wenn wir als Großhändler die ganzen kleinen Händler in Deutschland beliefern könnten. Die großen beliefern wir ja jetzt bereits. Im Gegensatz zu den vielen anderen Händlern, die nur FBA machen, sehe ich mich eher dabei unser Lager und Sortiment auszubauen und selbst mehr zu verschicken, statt FBA zu machen.

MCR: Was hältst Du von der Multichannel Rockstars Gruppe?

AS: Es ist eine dynamische Gruppe, die aus sehr vielen unterschiedlichen Leuten besteht. Neue Händler und alte Hasen sind vertreten. Das finde ich schön. Ich bin ja selbst erst relativ spät dazu gekommen, FB-Gruppen zu nutzen, um mich im eCommerce auszutauschen. Es gibt die Möglichkeit, Fehler zu verhindern, weil andere sie schon gemacht haben.

MCR: Eine gute Fee erfüllt Dir drei Multichannel-Wünsche. Welche wären das?

AS:(Lacht) Ich brauche nur einen! Ich wünsche mir mehr nerdige Frauen im eCommerce.

MCR: Danke für das Gespräch

Das Interview führte Joachim Kersten im November 2017

Edit: Fett- und Kursivschrift.

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eBay mit neuem interessanten Marketing-Tool “Multi-Rabatt”

eBay mit neuem interessanten Marketing-Tool “Multi-Rabatt”

Ab sofort steht eBay Shop-Abonnenten exklusiv das neue Marketing-Tool “Multi-Rabatt” zur Verfügung.

Damit können gewerbliche Händler ihren Käufern gestaffelte Rabatte beim Kauf von mehreren Artikeln eines Festpreisangebots anbieten // Bei 5.000 eBay-Verkäufern in den USA wurde bei der Nutzung des neuen Tools “Multi-Rabatt” festgestellt, dass Käufer bis zu 23 Prozent mehr Artikel in ihren Warenkorb legen.

 

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft führt eBay das neue Marketing-Tool “Multi-Rabatt” ein. Das Tool ist für eBay Shop-Abonnenten im Verkäufer-Cockpit Pro verfügbar. Damit können Festpreisangebote mit mehreren identischen Artikeln (Mehrfach-Angebote) in vorgegebenen Rabattstufen auf der Artikelseite angeboten werden. Zukünftig wird das Tool auch für die Rabattierung von Angeboten mit Varianten verfügbar sein.

Die wichtigsten Vorteile für Verkäufer:

  • Die verkaufte Stückzahl kann pro Bestellung erhöht werden.
  • Käufer sehen Rabattangebote direkt auf der Artikelseite.
  • Verkäufer sparen Versandkosten beim Verschicken von mehreren Artikeln in einer Sendung.

 

Mehr Informationen und alle Vorteile gibt es im eBay Verkäuferportal. Wie sie das neue Marketing-Tool “Multi-Rabatt” erfolgreich einsetzen, erfahren interessierte Händler auch in diesem  Video.

 

Bis zum 7. Dezember 2018 erhalten Verkäufer 50% Rabatt auf die Verkaufsprovision für Angebote mit Multi-Rabatt, wenn mehrere Artikel gekauft werden. Mehr Informationen zu den Bedingungen der Preisaktion.