E-Commerce Marke verkaufen – 10 Dinge die man wissen sollte

E-Commerce Marke verkaufen – 10 Dinge die man wissen sollte

Gastbeitrag von Wilhelm Reich:

10 Dinge
nach denen Käufer suchen, wenn sie eine E-Commerce Marke kaufen

Immer mehr Investoren steigen auf den
E-Commerce Zug und wollen erfolgreiche E-Commerce Marken kaufen, die zu
einem noch größeren Erfolg führen. Für Sie als E-Commerce Unternehmer
klingt das gut, nicht wahr? Warum seine E-Commerce Marke nicht an den
Höchstbietenden verkaufen und die Früchte seiner langjährigen harten
Arbeit genießen?

Die Wahrheit ist aber auch, dass trotz der
gestiegenen Anzahl an Interessenten, die Zahl der tatsächlich verkauften
E-Commerce Marken nicht mit gestiegen ist. Das liegt nicht etwa daran,
dass es nicht genug zu verkaufende Marken gibt, sondern dass diese
einfach zu durchschnittlich sind und in der Masse untergehen.

Bevor Sie also Ihren E-Commerce Store zum Kauf anbieten
beispielsweise über Dragonflip – stellen Sie sicher,
dass Sie ihn auf Hochglanz bringen. Hier sind 10 Punkte, die sich
potenzielle Käufer vor dem Handschlag genau anschauen sollten.

1. Wachstumstrends

Keiner setzt auf ein müdes Pferd. Investoren
wollen wissen, dass Ihre Marke auch in Zukunft erfolgreich weiter
wächst. Daher schauen Sie sich die folgenden Kennzahlen ganz genau an:

  • Umsatzerlöse über das Jahr hinweg,
    inklusive Umsatzwachstum über die Jahre und von Monat zu Monat
    gesehen, sowie die Umsatzprognose für die Zukunft.
  • Umsatz per SKU (Stock-Keeping Unit): Was
    ist der Trend und Produktlebenszyklus einer SKU? Wie viel Leistung
    steckt noch in jedem Produkt?
  • Organisches Wachstum über das Jahr
    hinweg
    mit den bestehenden Produkten,
    also ohne sich auf die Einführung neuer Produkte am Markt verlassen zu
    müssen.

Erstellen Sie am besten eine Übersicht dieser
Kennzahlen, die dem potenziellen Käufer alle Informationen auf einen Blick
darlegt.

2. Finanzielle
Kennzahlen

Ohne Zweifel sind die finanziellen Kennzahlen
für potenzielle Käufer die interessantesten Anhaltspunkte, um sich für
oder gegen den Kauf zu entscheiden. Interessenten werden vor allem die
folgenden Zahlen genau unter die Lupe nehmen:

  • Umsatzerlöse, jährlich und monatlich
  • Betriebsergebnis
  • Umsatztrends und -wachstum
  • Kosten für Mitarbeiter oder Freelancer
  • Plattformgebühren (Amazon, eBay,
    Webshop-Provider, etc.)
  • Kosten für genutzte Software und
    Agenturen
  • Einkaufskosten
  • Werbekosten

3. Markenphilosophie
(Brand Synergy)

Investoren suchen Marken, die eine tief
verwurzelte Kernphilosophie aufweisen. Ihre Marke ist das Zusammenspiel
zwischen Ihrer Kernphilosophie und was Sie Ihren Kunden versprechen. Je
gezielter Sie Ihre Marke im Hinblick auf eine Vision aufbauen, desto
größer ist Ihr Wiedererkennungswert und desto effektiver Ihr Branding.

Denn Investoren wollen wissen:

  • Wie groß ist Ihre Markenbekanntheit? Suchen
    Kunden in Ihrer Nische nach Ihrem Markennamen? Kennen sie Ihre Marke
    und begeistern sie sich dafür?
  • Spricht Ihr Produktsortiment eine
    konkrete Zielgruppe an?
     Gefällt es Kunden vor,
    während und auch noch nach dem
    Kauf?
  • Bieten Sie einzigartige Produkte? Egal
    ob auf Design, Patente, Pakete oder Spitzenpreise bezogen –
    Einzigartigkeit bedeutet meist eine größere Gewinnspanne.

Stellen Sie also sicher, dass Ihre
Markenphilosophie für alle Beteiligten verständlich formuliert ist und
dass die Botschaft in all Ihren Marketing- und Branding Aktivitäten
sichtbar ist.

4. Wiederholungskäufe

Auch immer interessant für Investoren: kommen
die Kunden wieder?

Es ist für jeden E-Commerce Store einfacher
und günstiger an bereits bestehende Kunden zu verkaufen, als neue Kunden
zu akquirieren. Die Überzeugungsarbeit, die Sie über Ihr Marketing
leisten müssen um einen Kunden zum wiederholten Mal zum Kaufen zu
animieren, ist um einiges geringer, als für potenzielle Erstkunden, die
Ihren Shop und Produkte noch nicht kennen.

Wiederholungskäufe belegen außerdem die
Zufriedenheit der Kunden. Sie deuten auf ein in Zukunft stabiles
Unternehmen hin und verleihen einem Produkt einen höheren Lifetime
Value.

Fördern Sie daher Wiederholungskäufe, indem Sie Ihre
bestehenden Kunden nicht links liegen lassen, sondern auch nach ihrem
Kauf immer wieder gezielt an Ihre Produkte erinnern. Das machen Sie
beispielsweise über einen Newsletter, oder indem Sie die Bestellbestätigung optimieren und
darin beispielsweise Rabatte auf den nächsten Kauf anbieten.

5. Supply Chain

Auch in der Lieferkette wiegen potenzielle
Käufer sich gerne in Sicherheit und werden fragen:

Mit wie vielen Lieferanten arbeiten Sie
zusammen?
 Wenn einer ausfällt, kann ein
anderer fix dessen Bestellungen übernehmen?

Mehr als ein Lieferant bedeutet weniger
Chancen auf Ausfälle, späte Lieferungen und Qualitätseinbrüche und geben
daher jedem Investor ein beruhigendes Gefühl. Unterschiedliche
Lieferanten in unterschiedlichen Ländern sind ein weiteres Plus für den
Fall von Tarifänderungen in einem der Länder.

6.
Produkt-/Unternehmenserweiterung

Was sind Ihre Pläne für zukünftiges Wachstum?
Wie wollen Sie Ihre Produktpalette oder -sortiment erweitern oder Ihr
Unternehmen aufs nächste Level heben?

Investoren suchen dabei keine vagen Aussagen
über mögliche Wachstumschancen, sondern konkrete Pläne, beispielsweise
über:

  • Einführung von Produkt X in den
    nächsten Y Monaten
  • Bestellte Muster
  • Verhandelte Kosten
  • Umsatzerwartungen

Diese Zahlen und Pläne geben das beruhigende
Gefühl, dass die E-Commerce Marke auch in Zukunft erfolgreich sein kann.

7. Finanzprognose

Potenzielle Käufer interessieren nicht nur
die aktuelle finanzielle Lage, sondern auch wie die Prognose für die
nächsten ein oder zwei Jahre und sogar darüber hinaus aussieht.

Klar kann man die finanzielle Entwicklung nie
100 % vorhersagen. Aber eine auf beständiger Budgetierung und Optimierung
fundierte und solide Prognose hat Hand und Fuß, und überzeugt den Käufer
von der vielversprechenden Zukunft Ihrer E-Commerce Marke.

8. Tägliche
Arbeitsabläufe

Potenzielle Käufer wollen immer wissen,
welche Art und Umfang an Arbeit auf sie zukommen würden. Sie werden
fragen:

  • Wer übernimmt die täglich anfallenden
    Tätigkeiten des operativen Geschäfts? Der Verkäufer? Oder hat er ein
    Team hinter sich, das die meiste Arbeit übernimmt?
  • Wie viele Stunden pro Woche oder Monat
    bringt der Verkäufer für sein E-Commerce Unternehmen auf?
  • Wer kümmert sich um die Entwicklung der
    Produkte und des Unternehmens?
  • Sind SOPs (Standardarbeitsanweisungen)
    vorhanden, die eine Einarbeitung erleichtern?

In diesem Sinne gilt: je mehr Arbeit Sie als
Verkäufer entweder abgeben oder automatisieren können, desto
interessanter wird Ihr Unternehmen für potenzielle Käufer. Kein Käufer
sucht eine E-Commerce Marke für die er 60 Stunden die Woche ackern muss,
um sie allein am Laufen zu halten, nur um Geld zu sparen.

Ein erfolgreiches, für Käufer spannendes
E-Commerce Unternehmen kann sich die Mitarbeiter oder Programme leisten,
um den Besitzer vom größten Teil der alltäglichen Arbeitsabläufe und
Backoffice-Tätigkeiten zu entlasten. Versuchen Sie als Verkäufer daher,
sich so weit wie möglich vom operativen Geschäft zu lösen, bevor Sie
Ihre Marke zum Verkauf anbieten.

9. Unterschiedliche
Vertriebskanäle

Viele E-Commerce Unternehmen setzen nur auf
Amazon als Vertriebskanal. Oder nur auf Ihren eigenen Webshop. Oder nur
auf eBay.

Und für den Anfang ergibt das natürlich Sinn.
Sich lieber auf einen Kanal zu konzentrieren, die Verkäufe hier
optimieren und anfangen, Gewinn zu machen. Und der Verkaufsriese Amazon
bietet sich hierfür hervorragend als ersten Schritt an.

Aber Amazon ist weder die einzige noch einzig
wahre Möglichkeit, seine Ware zu verkaufen. Je mehr Vertriebskanäle man
anzapft, desto größer die Reichweite und Zukunftsträchtigkeit eines
Shops. Deshalb expandieren erfolgreiche E-Commerce Marken eher früher
als später in weitere Vertriebskanäle. Für potentielle Käufer ist dies
ein vielversprechender Hinweis auf die Zukunft der Marke.

Mindestens 30% Umsatz außerhalb Amazon
einzufahren ist ein guter Richtwert.

10. Sauber geführte
Geschäftsbücher

Eigentlich selbsterklärend. Kein Interessent
wird sich zum Kauf überzeugen lassen, wenn die Geschäftsbücher
undurchsichtig, unvollständig oder unverständlich geführt sind. Das
hinterlässt kein gutes Gefühl in der Magengegend.

Vorteilhaft ist hierbei außerdem, wenn die zu
verkaufende Marke ihre eigenen Geschäftsbücher aufweist und nicht mit
anderen Marken des Verkäufers kombiniert ist. Das macht die Prüfung der
Finanzen um einiges einfacher und vertrauensvoller.

Fokus auf Finanzen

Keine Sorge! Sie müssen nicht alle
10 Punkte erfüllen, um Ihre E-Commerce Marke
gewinnbringend zu verkaufen. Wenn Sie nicht alle 10 Punkte abdecken
können, fokussieren Sie sich auf die wichtigsten Metriken: die Finanzen.

Saubere Finanzen sind wichtiger als (fast) alles andere.
Sie müssen Ihre
Finanzkennzahlen in- und auswendig kennen, sauber dokumentieren und dem
Käufer verständlich darlegen können. Ansonsten kauft Ihnen –
wortwörtlich – keiner Ihr Unternehmen ab.

Aber mit jedem dieser 10 Punkte, die Sie
erfüllen können, heben Sie Ihre Marke aus der durchschnittlichen Masse
hervor, erhöhen deren Verkaufschancen und begünstigen ein Angebot näher
an Ihren Preisvorstellungen.

Über den Autor

Wilhelm Reich

Wilhelm Reich

Wilhelm Reich ist Geschäftsführer der
Dragonflip LLC. Er ist erfahrener Business Broker mit Spezialisierung
E-Commerce und hilft Shopbetreibern, Ihr Unternehmen zu verkaufen. Er
ist Mitglied der International Business Broker Association (IBBA) und
hat in den letzten Jahren zahlreiche Transaktionen erfolgreich
begleitet.

        

Michael Atug vs. Oliver Pocher – Opening auf der Net&Work 2019

Michael Atug vs. Oliver Pocher – Opening auf der Net&Work 2019

Das heiß begehrte und langersehnte Video vom sympathischen Schlagabtausch zwischen Oliver Pocher und Michael Atug ist da.

Ganze dreißig Minuten haben sich die beiden über E-Commerce, Promiklatsch und Digitalisierung unterhalten, Gemeinsamkeiten entdeckt und den Besuchern der Net&Work E-Commerce Messe 2019 in Frankfurt eine erstklassige Show geboten.

Über 1.000 Messebesucher lauschten der Eröffnungsshow mit dem einstigen VIVA Moderator. Diese Zeit hat Oliver Pocher hinter sich gelassen und ist respektabler Weise erwachsener geworden, hat aber weder an Bissigkeit noch an originellem Humor eingebüßt.

 

 

Sogar die eingefleischten Skeptiker und Kritiker, gaben zu, dass sich der TV-Star gut auf die Thematik Onlinehandel vorbereitet hatte und waren von seiner Bodenständigkeit und reflektierten Meinung beeindruckt.
Bestimmt haben einige erwartet, dass der schlagfertige Entertainer das Publikum und die Bühne im Alleingang an sich reißen, das Ding rockt und Michael Atug nicht mehr zu Wort kommen würde. Weit gefehlt.

Die beiden haben sich die Bälle gekonnt zu gespielt und Michael hat mit gezielten Fragen interessante Ansichten rausgekitzelt. Er ist professionell auf seinen Gast eingegangen und konnte pointiert witzige Retourkutschen liefern. Es war ein harmonisches Zusammenspiel, als hätten die beiden schon des Öfteren zusammen auf der Bühne gestanden.

 

 

Oliver Pocher hat vielen aus der Seele gesprochen, und eine gesunde Bodenständigkeit bewiesen. Er gab zu, dass er gerne Ladengeschäfte und Fachhändler unterstützen möchte, aber wie viele andere Kunden, ebenso günstige Preise, schnellen Service und das vielfältige Angebot im Internet bevorzugt. Trotzdem wünscht er sich mehr Transparenz im Onlinehandel, persönliche Kommunikation und Kontaktpflege.

Er sieht und beurteilt die Situation von Plattformen mit einer Monopolstellung sehr kritisch und gefährlich. Nicht nur AMAZON, sondern ebenfalls bei Google oder Facebook.

Michael Atug scheut sich nicht detailliertere Fragen zu stellen und sein Sparringpartner scheut sich nicht davor, alle zu beantworten. Intelligent, weitsichtig und sehr ehrlich. Seiner Ansicht nach, ist z. B. die Digitalisierung ein Lebensumstand, der noch nicht perfektioniert ist, aber mehr Vor- als Nachteile mit sich bringt. Die Menschen sollten ihn nicht ständig verteufeln, sondern sich mehr damit auseinandersetzen und intelligent nutzen.

 

 

Das Bühnenprogramm war ein absolutes Highlight auf der Net&Work. Mit zwei gleichstarken Persönlichkeiten, die sich perfekt ergänzt haben.
Wollt Ihr wissen, welche Anekdoten Oliver Pocher ausgepackt hat?
Welche privaten Geschichten der aktuelle “Let’s Dance” Star Preis gegeben hat?

 

Hier ist das Video:

Video mit Michael Atug vom Panel der INTERNET WORLD EXPO 2019

Video mit Michael Atug vom Panel der INTERNET WORLD EXPO 2019

Ein Resümee vom Panel: Online-Marktplätze aus Händlersicht

Hier gibt es ein Recap und Live Video von der Gesprächsrunde aus München, der INTERNET WORLD EXPO 2019.
Drei Experten diskutieren über die Vor- und Nachteile für Onlinehänder auf den unterschiedlichen Marktplätzen. Eine
spannende und informative Runde, mit viel Input.

Die drei Gesprächspartner und Info-Lieferanten sind:

  • Michael Atug, CEO von MAW und Betreiber von „Multichannel Rockstars“
  • Stephanie Oppitz, Gründerin WindelManufaktur, Gewinnerin von Amazons „Unternehmerinnen der Zukunft“ 2017
  • Oliver Lucas, GF von ecom consulting GmbH, Unternehmensberatung

 

Nach wenigen Minuten war klar: Das Thema „Wie glücklich machen Amazon, eBay und Co. ihre Verkäufer“ hätte ein ganzes Abendprogramm füllen können.
Es gibt zu viele Variable, subjektive Erfahrungen und eine Vielfalt an Produkten, die (Miss)Erfolge auf einer Verkäuferplattform bestimmen können.
Die erste Frage an Michael Atug „Was die beste Plattform für den Onlinehändler sei“ wird auch dementsprechend von ihm beantwortet, dass es von unterschiedlichen Faktoren abhängig ist.
Fakt ist, dass für die meisten Onlinehändler Amazon an erster Stelle steht und sie damit den größten Umsatz bestreiten. Aber die Artikel und/oder der Service bzw. die Zusammenarbeit mit dem Betreiber, sind wichtige Aspekte, wie und warum ein Händler eine Plattform für geeignet oder weniger geeignet hält.

Stephanie Oppitz ist Amazon Seller und betreibt ihren eigenen Onlineshop. Sie betont, dass diese zwei Vertriebswege für ihre Produkte perfekt sind. Hier hat sie die Möglichkeit detailliert in Bild und Text auf ihre Artikel einzugehen und kann eine persönliche Kundenbindung aufbauen.

Für sie ist eBay z. B. keine Option. Die Möglichkeit der Präsentation schränke sie ein und ihre High-End Produkte finden nicht das gewünschte Klientel. Das konnte Oliver Lucas bestätigen und berichtete, dass laut einer Umfrage von 160 Händlern einige Artikel bei Amazon floppen, aber dafür bei eBay der Hit sind. Das unterstrich ganz klar, dass es keine Geheimformel bzw. allgemeine Lösung für einen perfekten Marktplatz gibt.

 

Was nun? Wie lautet die Antwort? Mal alles ausprobieren?

Basierend auf seinen langjährigen Erfahrungen, engem Kontakt zu einzelnen Betreibern und intensivem Beobachten der unterschiedlichen Märkte, legt Michael Atug jedem Onlinehändler ans Herz:

„…Multi-Channel-Marketing! Verlasst euch nicht auf einen Anbieter. Im Moment ist für die meisten Amazon die Nummer Eins. Aber das kann sich in einer Sekunde ändern. Es gibt keine Planungssicherheit.
Immer in mehreren Märkten positionieren. Und ja, ausprobieren (rakuten, real, otto.de etc.), das kann vor einem kompletten Ausfall der Einnahmen schützen, wenn ein Account dicht gemacht wird. Kombiniert Onlineshop und/oder verschiedene Marktplätze…“.

 

 

 

Der Gründer von ecom consulting GmbH Oliver Lucas hatte ebenfalls wertvolle Denkanstöße für die Zuschauer. Seine Statistik belegt, dass über 40% der Onlinehändler keinen Webshop haben, also noch Möglichkeiten und Ressourcen offen sind, um sein Geschäft zu stabilisieren und zu ergänzen.

Des Weiteren machte er auf das Problem aufmerksam, dass es bisher kein Tool für die Auswertung der verschiedenenen Marktplätze gibt. Das bedeutet, dass via Excel eingetragen und analysiert werden muss. Ein zeitaufwendiger Prozess.
Das Panel hat deutlich gemacht, wo es Nachholbedarf im System und Service der Plattformbetreiber gibt, hat aber ebenfalls klare und professionelle Ansätze geliefert, wie die Onlinehändler ihr Geschäft kräftigen können und wiederholt darauf hingewiesen, nicht eingleisig zu fahren.

Hier könnt Ihr Euch das komplette Video anschauen:

 

Bildnachweise: Internet World EXPO 2019 am Dienstag (12.03.2019) in München. Foto: Marc Müller/dedimag/InternetWorldEXPO

Michael Atug mit voller Energie bei Micha Augstein PARCEL.ONE

Weil ich immer und immer wieder gefragt, wer eigentlich dieser Micha Augstein ist, der nahezu immer eine Antwort am Start hat zum Thema LOGISTIK und auch “was zur Hölle machen die da bei PARCEL.ONE eigentlich?”

Hier die Antworten in einem Video das wir bei einem Rundgang durch die heiligen Hallen von PARCEL.ONE gemacht haben.

Micha hat mir „kurz“ erklärt, was so seine Leidenschaft ist und was PARCEL.ONE besonders macht.
OK. „Kurz“ ist gelogen … aber ich habe ihn nach 20 Minuten langsam stoppen können 😉

PS: Inklusive Stunt Einlage mit tagelangen Nachwirkungen…..

Von 0 auf 1000 – Dann Ende – Und jetzt?

Ein Gastbeitrag von:

Attila Eördögh, wohnideenshop GmbH

Ich wurde gefragt, etwas über meine Erfahrung im Onlinehandel der letzten 14 Jahre zu schreiben. 14 Jahre zusammenzufassen ist schwierig.

Mit eBay fing alles an, das war der Startschuss. Ich bin mit 100,- EUR ins Kaufland gegangen, habe verschiedene Artikel eingekauft, dann verkauft und mein Nebengewerbe angemeldet. Das gefiel mir. So wollte ich gewerblich Geld verdienen.
Der nächste Schritt war unterschiedliche Messen zu besuchen und da bin ich in Frankfurt gelandet. Dort fragte man mich, was ich mache und ich antwortete „ Ich habe einen Onlineshop“ – „Was ist das?“. Aus irgendeinem Grund habe ich damals gedacht, ich müsste es verheimlichen, weil es noch nicht so bekannt war.
Nach 2 Jahren auf eBay recherchierte ich und fragte bei Amazon an, ob ich etwas verkaufen kann. Man sagte mir, dass man noch nicht so weit ist, ‘würde aber eine Ausnahme machen’. Ich meldete mich an und verkaufte.

Total naiv und mit null Erfahrung erhielt ich die erste Abmahnung wegen fehlender AGBs. Na gut, habe ich bezahlt und weiter ging es. Es funktionierte. Sehr wenige Verkäufer und man konnte alles in kurzer Zeit verkaufen. Die Umsätze kletterten ohne Ende. Bin aus der Wohnung in eine Halle gezogen, habe Mitarbeiter eingestellt und bei vielen Lieferanten in Deutschland und Europa bestellt. Ich habe über 30 Tausend Artikel im Monat verkauft. Es vergingen 5 Jahre und 3 Abmahnungen und Anzeigen von privaten Kunden und angeblichen Konkurrenten, mit ständigen Gerichtsverhandlungen. Hier stellte ich mir die Frage: Wo führt das alles mal hin?
Amazon zahlt keine Steuer und Abgaben, erhält Provisionen und behauptet, es wäre kein Geld übrig. Sollte ich das glauben? Was läuft da? Ich verglich Amazon mit eBay, Google, Facebook. Es endete immer mit dem Ergebnis, dass Amazon eines Tages der Gewinner sein würde. Jedes Mal, wenn ich Geld übrig hatte, kaufte mich bei Amazon ein. Das war das Beste in meinem Leben.

Vor ca. 3 Jahren hatte ich meinen besten Monat. Viele Artikel auf der ersten Seite gelistet und ein Artikel Stand von 500.000 Badartikeln auf Platz 1.
Dann klingelte das Telefon und Amazon rief an. Warum ging ich nur an dieses Telefon?!?!
Ein Mitarbeiter wollte, dass ich den Artikel an Amazon abgebe, aber ich lehnte es ab und am nächsten Mittag war ich gesperrt. Nach 3 Monaten wurde der Shop wieder frei gegeben und Amazon meinte, es wäre ein Versehen gewesen. Das Arbeitsamt zahlte Kurzarbeitergeld, was uns zusteht bei einer Sperrung. Aber es war vorbei. Ich war überall nicht mehr vorne gelistet und ich entschied mich dafür alles runter zu fahren.

Eine Abschaltung geschieht meistens aus dem Grund, dass ein Verkäufer kleingehalten werden soll. Ein Verkäufer oder Lieferant darf nur so lange groß werden bzw. bleiben, wie Amazon an ihm Anteile hält. In Indien kauft sich dazu Amazon bei vielen ein und übernimmt Anteile, was die Regierung zum 1. Februar gesetzlich verändert hat. Danach kamen die Verkäufer aus dem Ausland und es wurde noch weniger. Ich probierte alles aus, die Lieferung an Amazon Prime und als Vendor, aber ich konnte nie wieder die früheren Umsätze erzielen. Ich wusste: Die Zeiten sind vorbei. Ich hatte eine Marke, eigene EANs und Produkte, die andere nicht hatten, aber wenn Amazon nicht möchte, dass du viel verkaufst, dann ist es vorbei.

Zu dem Thema Vendor:

Bei jedem sechsten Paket, was ich an Amazon schickte, wurde dort behauptet, dass Artikel im Karton fehlen würden. In Indien muss daraufhin erst mal Widerspruch eingelegt werden. Das nervte so sehr, dass ich damit aufhörte und mich fragte, wieso das alle Lieferanten mit machten. Auf der Messe sagten mir einige, dass Sie von Amazon mehr Geld verlangten, um das wieder rein zu holen. Als Lieferant erfuhr ich, dass das Porto auf den Artikelpreis gerechnet wird und die Prime Gebühr eine Service Gebühr ist und Amazon das Geld nicht für das Porto verwendet, sondern 30% vom Preis als Gewinn kalkuliert.

Wie? 30% und bei bald 300 Milliarden Umsatz fast kein Gewinn? Wo geht das Geld hin und wer profitiert von diesem Unternehmen, fragte ich mich.
Nebenbei las ich alle Nachrichten von Amazon aus der ganzen Welt, um zu wissen, was kommt. Amazon hat mit Prime (nun über 100 Millionen Mitgliedern) und Alexa etwas geschaffen, was kein anderer Mitbewerber hat. Amazon hat alle abgehängt und keiner hat die Chance zu konkurrieren.

Mit den 30% , die übrig bleiben, wird etwa jeden Monat eine Firma aufgekauft, sich daran beteiligt, Lagerhäuser gebaut und in die Entwicklung gesteckt. Bezos sagte, im nächsten Jahrzehnt machen wir Kasse. Ich lasse mich überraschen. Der Einzelhandel, die Großhändler und Verkäufer auf Amazon sind die Verlierer.
Herr Kleber von Amazon in Deutschland hat die Aufgabe gehabt zu Weihnachten 2018 den Umsatz um 20% zu erhöhen. Falls die Käufer nicht mehr ausgeben, werden Verkäufer gesperrt. Und wenn Amazon 30% netto verdienen möchte und die Verkäufer 15% Provision bezahlen, dann ist das zu wenig. Aber wer einlagert und für Werbung mehr ausgibt, darf weiter machen. Ich werde aber nicht gegen Prime werben.

Ich hatte auch mal was in einer facebook Gruppe über Amazon geschrieben. Folge: Ich wurde in dieser Gruppe gesperrt und bei amazon gesperrt. Wer da wohl mit liest!?
Die Politik und das Kartellamt in Deutschland wird nichts gegen Amazon unternehmen, mal sehen wo die Reise hingeht. Beinahe aufzuhören, war meine schwerste Entscheidung in meinem Leben, aber es war richtig.

Es sollte jeder aufpassen, keine Schulden zu machen und immer für die Sperrung oder den Absprung vorbereitet zu sein.

Net&Work 2019 Recap

Net&Work 2019 Recap

Ein ganz normaler Tag – SICHER NICHT

 

Der Händlerbund und Michael Atug haben es geschafft.
Sie haben geplant, malocht, geschwitzt und eine Riesenshow auf die Beine gestellt. Am 16.02.2019 war in Frankfurt „The Squaire“ die Hölle los.

Oliver Pocher (die Alten ab 47 kennen ihn vom Musiksender VIVA) hat die Messe eröffnet. Mehr als 1.000 Zuschauer haben sich die Show nicht entgehen lassen und konnten sich davon überzeugen, wie der Fernsehstar einen genialen Mix aus E-Commerce und Unterhaltung hingelegt hat.

     Selbst die härtesten und kritischsten Nörgler haben zugegeben „…Der war klasse – hat mich überrascht – hat sich super auf das Thema eingelassen und vorbereitet – perfekter Start…“.

 

Dann ging es los:

– 140.000. m² Ausstellungsfläche
– 4 Themenwelten
– 60 Referenten
– 70 Aussteller
– 12 Catering Areas

Da hatte jemand mitgedacht. Jeder Besucher hat gleich zur Begrüßung ein Headset in die Hand gedrückt bekommen und konnte die Vorträge angenehm aus der hintersten Reihe oder zwanzig Meter Entfernung verfolgen.

Jeder Speaker war bis ins Detail vorbereitet, hat die Infos rausgehauen, ist auf kritische Aspekte eingegangen und hat eloquent mit Showmaster Qualitäten die Händler begeistert. Die Sitzplätze waren immer ruckzuck weg und viel fragten nach einer längeren Redezeit.

Ganz großes Kino.

 

 

   Nun ging es zu den Ausstellern der 4 Themenwelten.

Der Ausstellungsbereich war super strukturiert und organisiert und hat ein Gesamtpaket über Logistik, Online-Marketing, Shopsysteme und Payment geboten.
Alle Fragen, egal ob von einem Frischling oder erfahrenen Onlinehändler, wurden beantwortet. Es wurde fachmännisch beraten, aufgeklärt und über aktuelle Veränderungen und nackte Tatsachen informiert.

 

Apropos -nackt-…

Der Organisator und Gastgeber hat die Wette gewonnen!!!!!

                                           

Im November 2018 hatte sich Michael selber herausgefordert (der iss ja schon ein bisschen irre) bis zur Net&Work mindestens 10 Kilos abzuspecken. Jetzt war es so weit. Herr Balboa kam in blauen Socken, Boxhandschuhen und Bademantel auf die Hauptbühne gehüpft, hat sich nackig gemacht und die Waage der Wahrheit betreten. ÜBER 11 KILOS abgenommen!!!!!!

Die kompletten Wetteinnahmen von 5.000 EUR werden umgehend für einen guten Zweck (Herzenswünsche) gespendet.

 

Kleine Pause.
Die Füße qualmten und jeder hatte sich gegen Mittag eine kleine Auszeit verdient.     

Wo aber zuerst hingehen? Fünf Sterne Catering? Massagesessel? Airbrush Tattoo (für die Weicheier, die Angst vor Nadeln hatten)? Das Angebot war gigantisch und hatte oberstes Niveau.

Wenn einer die Chance hatte Michael zu erblicken, sich zu krallen, dann ‘Herzlichen Glückwunsch’. Aber er hatte immer genügend Zeit Hallo zu sagen, Fragen zu beantworten und so viele wie möglich zu begrüßen (über 1.400 Besucher).

Der Tag ist natürlich viel zu schnell vorbeigegangen. Als hätte man den Vorspulknopf am Videorekorder gedrückt (dieses Gerät kennen alle ab 47).

Resümee: Kompliment an den Händlerbund und alle Menschen, die sich so ins Zeug gelegt haben, dass Net&Work 2019 eine perfekte Mischung aus Professionalität und Entertainment gelungen ist. Die Motivation und Planung haben sich gelohnt. Mega Job, DANKE!

Ach so… auf der berühmt berüchtigten After-Show-Party…soll ich wirklich was dazu sagen?

Geiler Abschluss! Aus -Sie- wurde -Du-, das Essen noch einmal grandios, Kontakte intensiviert, der DJ hat begeistert, mega Dia-Show, das Kiwi-Bier wurde zaghaft probiert, die Anspannung ist gebröckelt, viele Selfies gemacht und mehr sag’ ich nicht.

Leute: Das war ein Tag!

 

    Aktueller Nachtrag zu der Wall of Rockstars, von Michael Autg:

Danke an Micha Augstein für die Wall, alle die unterschrieben haben und an Benedikt Sauter der sie für 2.500 € ersteigert hat“

 

Hier geht es zur komplette Bildergalerie

 

Bildrechte M.Atug, Händlerbund
Marco Hackl www.shootingline.de

 

Weiterhin viele Bewertungen durch “Gratis-Produkte” bei amazon.de möglich

Weiterhin viele Bewertungen durch “Gratis-Produkte” bei amazon.de möglich

Uns erreichen ab und zu Mails zu dem pikanten Thema Bewertungsgenerierung bei Amazon. Obwohl Amazon ganz klar vorgibt, dass Bewertungen nicht durch besondere Anreize, wie kostenlose oder rabattierte Artikel entstehen dürfen, schert es viele Händler nicht. Im folgenden Fall wird sogar in den Bewertungen von Kunden Bezug auf die kostenlosen Produkte genommen. Amazon duldet diese Praxis anscheinend weiterhin, vor allem bei großen Händlern, was den ehrlich handelnden Händlern gegenüber unfair ist.

Das folgende Beispiel wird nur exemplarisch genommen. Der Händler wurde unkenntlich gemacht.

Eingesendet durch einen Gastblogger der namentlich nicht genannt werden möchte:

Rezensionen mit Gratisprodukten noch möglich trotz Amazon TOS

Produktrezensionen helfen Kunden dabei fundierte Kaufentscheidungen zu treffen. Sie helfen Rücksendungen zu reduzieren und das Produkt zu verbessern. In der Vergangenheit wurde das jedoch durch viele Verkäufer ausgenutzt und es wurden Gratisprodukte an Tester verteilt die danach bewertet haben und so wurden die Bewertungen gesteigert.

Vor kurzem hat Amazon seine Rezensionsrichtlinien stark eingeschränkt, dass die Kunden dem Marktplatz wieder Vertrauen schenken. Amazon schreibt hier Zitat:

Amazon verfügt über spezielle Richtlinien, die die Authentizität von Kundenrezensionen schützen sollen. Wir bitten Sie, diese Richtlinien einzuhalten und etwaige Verstöße zu melden, die Sie möglicherweise bemerken. Wir haben unten Links zu unseren Richtlinien bereitgestellt. Beachten Sie, dass Amazon eine Null-Toleranz-Richtlinie gegenüber Verstößen gegen Kundenrezensionen hat. Falls wir Versuche entdecken, Kundenrezensionen zu manipulieren, ergreifen wir sofortige Maßnahmen, die unter anderem Folgendes umfassen können:

  • Entzug der Verkaufsberechtigung bei Amazon;
  • Das Entfernen aller Produktrezensionen und das Verhindern, dass das Produkt in Zukunft Rezensionen oder Bewertungen erhält;
  • Permanentes Löschen des Produkts bei Amazon;
  • Klage gegen den Verkäufer.

 

Quelle (https://sellercentral.amazon.de/gp/help/help.html?itemID=GYRKB5RU3FS5TURN)

Amazon verbietet ganz klar:

  • Ein Verkäufer bietet einem Dritten eine finanzielle Entlohnung, Rabatte, kostenlose Produkte oder eine andere Entschädigung für eine Rezension zu seinem Produkt oder einem Produkt des Konkurrenten an. Dies beinhaltet die Nutzung von Dienstleistungen, in deren Rahmen Kundenrezensionen, Websites oder Social-Media-Gruppen verkauft werden.

Leider wird dies aktuell die letzten Jahre umgangen durch sogenannte Gratis-Produkt-Zettel welche von diversen Händler in Ihre Pakete / Produkte bei gelegt werden.

Hier ein Beispiel:

Kostenlose Produkte, um Bewertungen bei Amazon zu generieren

Kostenlose Produkte, um Bewertungen bei Amazon zu generieren

Es beschweren sich auch schon die Käufer

Zitat:

Bei dieser Aktion geht es dem Verkäufer offenbar in allererster Linie darum, mehr positive Bewertungen zu generieren. Somit wird – relativ zu den Bewertungen anderer Produkte – eine verfälschte durchschnittliche Produktbewertung provoziert. Und weil der Kunde sich in vielen Fällen bei der Kaufentscheidung von Kundenbewertungen beeinflussen lässt, werden dem Verkäufer hierdurch höhere Verkaufszahlen und somit höherer Umsatz beschert.

Aus Meiner Sicht ist das äußerst unseriös!

Zitat 2:

Hi, ja das ist eine Kundengewinnungsaktion und wirklich zu 100% kostenfrei und keine Falle! Einfach hier bei Amazon eine positive Bewertung schreiben, ein paar Minuten warten (es dauert ein bisschen, bis Ihre Bewertung sichtbar ist). Dann auf Ihre eigene Bewertung klicken, so dass diese in einem eigenen Fenster geöffnet wird. Diesen Link dann wie Beschrieben an den Versender schicken. Ich hatte denselben Toner (den, den ich gekauft habe) genau 3 Tage später als Paket bei mir zu Hause! Also unbedingt machen 😉

Amazon scheint dieses Verhalten hier zu dulden und so werden viele Bewertungen generiert in verschiedenen Branchen.

Dieser Beitrag wurde uns zugesendet und leicht abgeändert, um den beschriebenen Händler unkenntlich zu machen. Der Verfasser ist der Redaktion bekannt.

Google SEO – Der Nicht-Seo-Experte rät…

Google SEO – Der Nicht-Seo-Experte rät…

Beitrag Nr. 82746 zum Thema Google Seo

Ich möchte hier gerne von meinen Seo-Erfahrungen im eigenen Shop berichten. Wir kennen alle die zahlreichen selbsternannten Seo Experten. Ich betone ganz deutlich, dass ich kein Seo Experte bin und trenne bei meinen Aussagen deutlich zwischen Glauben und Wissen. Dieser Artikel richtet sich an die Kleinen Händler, so wie ich einer bin. Auch ich habe bereits erhebliches Geld mit Google Adwords verbrannt und meine Erfahrungen gemacht. Ich bezeichne das als Lehrgeld und schliesse Google Ads natürlich bis heute nicht aus. Google Ads ist ein gutes Mittel um Umsatz zu generieren. Hier möchte ich aber über die schönere Variante schreiben. Umsatz durch Onpage-Optimierung. Ja, ich weiss, davon träumen wir ja alle. Keine Gebühren, alles über den eigenen Shop. Es gelingt den Wenigsten. Mir gelingt das nun schon mit viel Potential nach oben. Ich schreibe hier über die Erfahrungen der letzten 3 Monate. Ganz kostenlos war das auch nicht. Eins ist aber klar, mein Shop Umsatz ist ohne Google Ads mittlerweile grösser als mein eBay Umsatz. Dabei möchte ich nicht verschweigen, dass mein eBay Umsatz schon länger nicht mehr gigantisch gross ist. Das wird aber wohl den meisten Händlern so gehen. Alle reden davon alternativ einen Shop zu betreiben, um sich von Amazon unabhängig zu machen. Schwieriges Unterfangen, aber eben nicht unmöglich. Unabhängig bin ich noch nicht, aber der Weg ist sicherlich der Richtige. Schon einmal ein Fazit vorab…ich möchte dazu motivieren sich doch mal mehr mit dem eigenen Shop zu beschäftigen, da ich nun weiss, dass es geht. Ich verrate auch wie! Jetzt kommt die grosse Überraschung, es ist eigentlich ganz einfach, aber verdammt viel Arbeit. Nichts davon geht mal eben. Ich erinnere mich an einen Vortrag eines Seo Experten, der mir grundsätzlich gefiel. Das meiste kannte ich schon seit Jahren, deshalb spare ich mir hier auch die tausend SEO Basics, die kann man reichlich im Netz nachschlagen.

Das SEO Erfölgchen

In einem Vortrag zum Thema Seo kam aber ein Beispiel eines Herstellers vor, der 120 Produkte anbietet, die sich sehr ähnlich sind. Nun habe ich das umgesetzt, was dieser Hersteller auch umgesetzt hat. Getreu der Regel “Gebt Euch Mühe und Ihr rankt bei Google”.
Eigentlich bin ich ja ein Freund von Automatisierung. Ich bin da sogar anmassend und sage, dass das meine Profession ist. Als Softwareentwickler verstehe ich es Algorithmen zu entwickeln, die stumpfsinnige Tätigkeiten für mich erledigen. Diesmal bin ich einen ganz anderen Weg gegangen und habe mal so richtig von Hand gearbeitet. Schauen wir uns meine vorkonfektionierten Batteriekabel auf leckerstecker.de.

Dieses hübsche Chart zeigt, wie sich das Projekt “Batteriekabel” entwickelt hat.
Wenn man dann mal ein Inkognito Fenster aufmacht und den Suchbegriff “Batteriekabel konfektioniert” eingibt, erhält man folgendes Ergebnis:

Leckerstecker konfektionierte Batteriekabel

Hier sieht man das Suchergebnis, wenn man die Anzeigen abzieht, lande ich auf Platz 4. Die gute Nachricht ist, es ist total einfach. Die schlechte Nachricht, es ist Arbeit, aber total bezahlbar. Ich möchte die Arbeit von guten SEO Agenturen gar nicht schlecht reden. Es gibt aber viele am Markt, die Euch dummes Zeug erzählen und Glauben als Wissen verkaufen. Vor allem werden die Prioritäten oft falsch gesetzt. Aber sprechen wir lieber davon, wie man leicht ein ordentliches Ranking umsetzt. Nehmt eine Artikelseite und beschreibt das Produkt ordentlich. Fertig.

Wie jetzt? Mehr nicht?
Richtig. Mehr nicht.

Das Gleiche gilt natürlich für Landing Pages, Kategorie Pages und andere Seiten in Eurem Shop. In meinem Beispiel handelt es sich um Shopware.

Das, was ich hier erzählt ist leicht überprüfbar. Hier die Batteriekabel: https://www.leckerstecker.de/batteriekabel/

Wenn Ihr Euch das mal anschaut, werdet ihr feststellen, dass für jedes Kabel eine eigene Beschreibung erzeugt wurde. Ich, naja also Nicki Ahlgrim, hat den Grossteil der Texte geschrieben.
Da in den Bulletpoints alle technischen Daten enthalten sind, hat sie sich schöne Geschichten ausgedacht. Denn mehr als in den Bulletpoints beschrieben, gibt es aus technischer Sicht zu einem solchen Kabel nicht zu sagen. Es geht hier um 170 unterschiedliche Produkte, die aber eigentlich 170 Varianten darstellen. Die erste Reaktion ist sicherlich…das ist viel zu viel Arbeit. Ich möchte erklären, warum es nicht zu viel Arbeit ist. Ich bin ein Freund von Automatisierung – Handarbeit halte ich normalerweise für unsinnig. Sie gibt ein Fleissgefühl, ist aber das Gegenteil von Skalierbarkeit. Skalierbarkeit bedeutet für mich, dass steigender Umsatz nicht in gleichem Mass steigender Aufwand bedeuten muss. Diese Handarbeit ist nachhaltig. Das hat jetzt wenig mit dem Klimawandel zu tun, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass die Arbeit für lange Zeit von Google Wertschätzung erfährt und für Umsatz sorgt. Die Batteriekabel sind nur ein Auszug. Wir reden in meinem Beispiel von ca. 1000 Artikel insgesamt und dem Ziel, für jeden Artikel eine eigene Beschreibung zu erzeugen. Lasst die Finger von Tools, macht das von Hand! Nun kann ich aus Erfahrung sagt, dass es möglich ist. Wenn man sich pro Woche 10 Artikel vornimmt, ist das schon gar nicht mehr so dramatisch. Macht Euch zu den einzelnen Produktkategorien manuelle Stichwortlisten – wechselt die Produkte, wenn Ihr textet – das verringert das Risiko sich ständig zu wiederholen.

Das Fazit ist also – sich mühe geben funktioniert! Natürlich ist es hilfreich sich Gedanken über Keywords zu machen. Es ist auch kein Verbrechen Keywords in den Beschreibungen zu verwenden, solange man für den Menschen und nicht für die Suchmaschine textet. Aus alten eBay Zeiten und später Amazon Optimierungen hatte sich bei mir verinnerlicht, dass der Titel so unfassbar wichtig ist. Das ist er sicherlich auch, jedoch hat man ganz neue Möglichkeiten, wenn man sich bewusst macht, dass der übrige Text für Google auch eine sehr grosse Rolle spielt.

Wie überprüfe ich den Erfolg?

Ich habe mich für das Tool von www.sistrix.com entschieden. Leider werde ich für diese Werbung nicht bezahlt 😉
Wichtig ist aber, dass ich es für unumgänglich halte, ein Tool für die Überprüfung einzusetzen. Hier gilt also dann doch wieder – Automatisierung ist Trumpf. Es gibt auch sicherlich noch andere gute Anbieter, die da einen guten Job machen. Die Batteriekabel sind nur ein Beispiel. Das folgende Chart zeigt, wie sich das Ranking auf Seite 1 entwickelt hat.

Zum Gesamtsichtbarkeitsindex von www.leckerstecker.de – Fakt ist, im grossen weiten Netz ist die Domain “noch” nicht wirklich relevant. Sistrix zeigt die Domain auch mit einem üblen Gesamtsichtbarkeitsindex an. Das interessiert mich “noch” nicht – wichtig für mich ist z.Zt. der Projektsichtbarkeitsindex – also wie meine Keywords ranken. Alle Charts aus dem Beitrag beziehen sich darauf. Unter dem Strich zählen am Ende nach allen Analysen der Umsatz…und ja, der hat sich signifikant verbessert. Mitte des letzten Jahres habe ich meinen selbst entwickelten Shop durch Shopware ersetzt. Der Gesamtsichtbarkeitsindex war ungefähr 3x so gut wie jetzt. Nur jetzt konvertiert der Shop – bis Juli 2018 bewegte sich da fast nichts.

Ich habe nun gelernt, dass Google Seo ein fortlaufender Prozess ist. Man kann dem aber entnehmen, dass es immer besser wird. Es gilt jedoch zu befürchten, dass die Optimierung nie endet. Solange der Umsatz motiviert, spielt das wohl eine untergeordnete Rolle. Ich habe Bing übrigens nicht vergessen…oder andere Suchmaschinen. Das Prinzip dürfte dort ähnlich sein.

In dem Sinne, viel Erfolg bei Deinem Projekt!

Eine kleine ONLINE Weihnachtsgeschichte

Eine kleine ONLINE Weihnachtsgeschichte

Es war einmal ein alter Mann, der von Anbeginn seiner Existenz an immer nur die Welt erobern wollte.

Er kam – sah und siegte! Völlig egal, ob er 18., 40. oder gar 55 Jahre alt wurde – er trotzte allen Unbilden, Krankheiten und/oder Wetterlagen. Völlig gleich, auf welchem Terrain oder in welcher Sparte – wo er war, war vorne. Völlig egal, ob er Ahnung oder Input hatte – er verschaffte sich diesen. Völlig egal, welche Steine grad im Weg lagen – er räumte diese aus dem Weg, da AUFGEBEN nicht zu seinen Aufgaben/DNA gehörte. Er baute mehrfach Imperien auf, verlor diese, leckte seinen Wunden, rappelte sich wieder auf – setzte die Sonnenbrille gerade und ging seinen Weg stur geradeaus.

Rückblick:

2014 roch er dann ein wenig am E-Commerce. Ab 2016 war er, wie in jedem bisherigen Business-Bereich Feuer und Flamme. Kein Symposium, keine Website, kein Seminar, keine Ausbildung, keinen Newsletter und keine Konferenz, die er nicht besucht, aufgesogen und eingeatmet hätte.

Er inhalierte, konsumierte den E-Com. Stellte Fragen und analysierte die Antworten. Der alte Mann agierte wie immer in seinem bisherigen Leben. Try and Error – geht oder geht nicht – schwarz oder weiß und dann All-In: Alles auf Rot!

 

Umsätze und Gewinne in Sachen Tischkonfetti/Luftballons und vielen anderen Dingen, die kein Mensch wirklich braucht, die aber jedweder Kalkulation oder Erwartung trotzten! Selbst die führenden Chinesen hielt er am langen Arm auf Abstand. Konten-Sperrungen, Mitbewerber, Plagiate und Kopierer fichten ihn nicht an. Er gab wie immer Vollgas und es ging „mal wieder“ steil nach oben – kein Ende in Sicht … the sky ist the limit!

Wie immer hatte er alles in eine Waagschale geworfen. Alles gegeben. Schlaf wird überbewertet – Leben ist nur eine der Phasen im Sein. Nur Erfolg ist das Maß aller Dinge und Verlieren ist verboten. Ernährung ist nur Aufnahme von Energie und alle elektrisierten Zellen werden von Alkohol und Nikotin massiert und diese immerwährenden Zutaten sind das Dressing für seinen Kopfsalat!

 

KPI – CTR – FBA – PBS … Analyse, Reaktion, Aktion und Bericht. Machen – tun – machen und nie versagen. Die Welt, die Firma, die Mitarbeiter, die Partnerin, der Hund – alle brauchen den alten Mann! Es geht nicht ohne und selbst als Speaker erblickt seine Sicht der Dinge das Licht der Welt.

 

Bremse treten + Notfall Assistent:

24 Monate Vollgas fordern Tribut.

Der alte Mann ging widerstrebend und nur auf Wunsch seiner Frau zum All-Over-Checkup. Alles Kinkerlitzchen 100% fit, leistungsfähig und voll drin im big business. Alles Zeitverschwendung – Blödsinn und Kinderkacke! Er muss dies – das – jenes und überhaupt am besten Gestern!

 

Gestern noch Vollgas im Business ….

Zwischendurch ist er zum Arzt gehetzt …. F^^^^g Langzeit Blutdruck angelegt …. Schnell wieder zurück und Machen – Tun – Arbeiten – Machen – Tun – reagieren – Machen – Tun – agieren – Machen – Tun!

Rede für die Firmen-Weihnachtsfeier schreiben … alles ist smooth! Bisschen Amalyse + shopdoc – ne miese Bewertung killen und eine Beschwerde wg. Markenrecht eintragen + FBA analysieren. Mitarbeiterpläne für die Feiertage sichten und Aufgaben vorplanen.

Und dieses mistige Blutdruck-Gerät gibt auf —- piept noch einmal lang und anhaltend – und AUS?

Stellt einfach seinen Dienst ein … pumpt nicht mehr und tut gar nichts? „Hallo Mr. Blutdruckgerät – einfach aufgeben ist nicht angedacht? Arbeite, Du mieses Stück – ich tue es auch!“

 

Heute beim Arzt:

„Guter alter Mann – das Blutdruckgerät hat gestern nicht ohne Grund den Dienst versagt: Sie hatten einen kleinen, aber feinen Herzinfarkt! Weit über 200!“

 

FUCK!

Alles zurück auf Anfang.

Das letzte Hemd hat keine Taschen und nach dem Online-Handel ist immer noch eine Welt mit Sonnenschein, grünen Wiesen und einer echten Partnerschaft … völlig ohne KPI & Co.

 

Wünsche Euch allen friedvolle Weihnachten und einen etwas anderen Blick auf unser business für die Zukunft!

Keep going and never quit!

Euer DAU

 

Dirk Carolus,  Shop: https://www.festefeiernonline.de
Amazon Gefahrgutprüfung FBA

Amazon Gefahrgutprüfung FBA

Lagerbestand ohne aktives Angebot

Früher oder später passiert es halt. Ihr habt ein Produkt bei Amazon eingelagert und es erscheint in der Liste der nicht verkaufbaren Artikeln. Warum? Amazon bzw. ein Algorithmus hat den Verdacht, es könne sich um ein Gefahrgut handeln. Grundsätzlich kann ich Amazon sehr gut verstehen. Schlussendlich wollen sie sich an gesetzliche Regelungen halten. Jedoch zwingen sie mit nervigen Klicks für jedes einzelne Produkt zu bestätigen, dass es sich nicht um ein Gefahrengut handelt. Leider ist ihnen unsere Zusicherung nicht genug, wenn Verdacht auf Gefahrengut besteht, ist der Artikel halt für den Versand durch Amazon gesperrt. Nun ist mir jedoch schon mehrfach passiert, dass Artikel gesperrt wurden, die kein Gefahrgut sind. Man öffnet einen Fall, dieser wird dann an die Fachabteilung weitergeleitet. Man wird dann gebeten ein Formular auszufüllen. Halleluja…macht man dann und findet die Fragen schon recht sinnlos. Es geht aber nicht darum den Sinn zu klären, dass kann man anderer Stelle stundenlang diskutieren. Wir wollen verkaufen. In meinem Beispiel ist es ein Halter für einen iGrill 3 Bluetooth Thermometer. Wichtig für diesen Beitrag ist aber lediglich…das Ding besteht nur aus Kunststoff! Es enthält keine Flüssigkeiten, keine Batteriesäure, ist nicht ätzend oder gar explosiv. Zum Einatmen ist es zu gross und essen sollte man den Halter auch nicht.

Nachdem ich nun den ersten Fall zur Klärung aufgemacht habe, hat man mir ein Formular zur Freistellung gesendet. Das habe ich brav ausgefüllt, das hat dann eine Woche gedauert – oops – da war noch etwas falsch. Leider hat mir keiner gesagt was falsch ist. Also habe ich das ganze Formular nochmal ausgefüllt und m.M.n. noch sinnlosere Angaben hinzugefügt. Es wurde wieder abgelehnt. Auf die Frage warum, konnte man mir keine Antwort geben. Das ist dann natürlich bitter und gleichzeitig der Grund für diesen Beitrag. Der dritte Fall war dann erfolgreich. Ein kompetenter Mitarbeiter hat mir verraten, dass ich ein veraltetes Formular verwendet habe. Also genau das, was man mir 2x kurz vor geschickt hat. Damit Ihr das schonmal richtig machen könnt, hier das richtige Formular Stand Dezember 2018

Das Kernproblem war aber eine Formulierung. Wenn Ihr also mit der Prüfung scheitert, schaut auf die Formulierung in den Bulletpoints oder in der Produktbeschreibung. 

“Die Gehäuse Halterung für den iGrill 3 umfasst sowohl das Batteriepack als auch das iGrill 3 Bluetooth Thermometer.”

Das klingt so, als ob da Batterien enthalten sind und stellt einen Widerspruch zu den Angaben aus dem Freistellungsformular dar. Gemeint war lediglich, dass das nicht enthaltene Batteriepack vom Gehäuse umfasst wird.  An anderer Stelle war zwar zu lesen, dass es sich nur um das Gehäuse handelt, aber so genau liest das keiner in der Fachabteilung. Der Verdacht auf Gefahrengut reicht also für eine Sperre. Wenn eine Markenregistrierung vorliegt, kann der Verkäuferservice den Text selber nicht verändern. Deshalb achtet darauf, dass nicht im Geringsten der Eindruck entsteht, es könnten Batterien oder andere Gefahrenstoffe enthalten sein. Diskutiert nicht über den Sinn oder Unsinn, sondern kümmert Euch um das Ziel den Artikel frei zu bekommen. Und natürlich wie immer…höflich bleiben. Der Amazon Mitarbeiter hat die Richtlinien und die Verfahren nicht erfunden.

Auf der Seite 3 findet Ihr noch ein Häkchen, vergesst keinesfalls das Häkchen zu setzen und das Formular auszufüllen, auch dann, wenn keine Batterien oder ähnliches enthalten sind. Bei der Anzahl Batterien tragt ihr halt eine 0 ein.

Du liest den Text und Du hast einen Erfahrungswert, der diesen Artikel verbessert? Bitte her damit!

Gefahrgut ohne Gefahrgut 😉