Verkäufer-Gedanken über amazon – Wie geht es weiter?

Verkäufer-Gedanken über amazon – Wie geht es weiter?

Wird es eine “Zeit nach Amazon” geben?

Ein Gastbeitrag von Florian Obermüller

Schon lange komme ich bei Gesprächen mit Lieferanten und anderen Verkäufern immer wieder an den Punkt, dass man überlegt, ob Amazon ein „ewiges Phänomen“ sein wird. Oder wird es jemals wieder eine Zeit geben, in der wir ohne Amazon leben werden? Also wir Händler, aber auch wir Kunden. Eine komplizierte Vorstellung. Andererseits war bislang alles vergänglich in der Menschheitsgeschichte. Aber diese Überlegungen wurden nie ernsthaft zu Ende gedacht. Nun kam es aber bekanntlich schon öfter zu Zahlungsverzögerungen Seitens Amazon in letzter Zeit und der eine oder andere Gedanke an obiges Szenario war wieder im Kopf. Ich spinne den Gedanken deswegen hier mal zu Ende und stelle die Frage: Kann Amazon scheitern und was passiert dann?

Kann Amazon scheitern? Nun, was könnte Amazon zum Scheitern bringen? Dafür gibt es grundsätzlich mal zwei Möglichkeiten. Einerseits können solche Unternehmen von innen heraus zerbrechen, also quasi implodieren, beispielsweise in dem man sich übernimmt und plötzlich zahlungsunfähig wird. Ob Amazon vor kurzem wirklich zahlungsunfähig war, wie von so manchen behauptet, halte ich dann doch für eine gewagte Aussage. Ausschließen kann ich das aber natürlich auch nicht. Wenn man sich die Bilanzen der letzten Jahre so anschaut wurde nie ein richtig hoher Gewinn ausgewiesen. Man investiert einen Großteil des Ertrages wieder und es werden, zum Leidwesen des Marktes, viele Preise subventioniert. Von einem großen Geldberg, der da irgendwo liegt, kann sicherlich nicht ausgegangen werden. Trotzdem nimmt Amazon laufend richtig viel ein, und dass sich hieraus ein Zahlungsengpass entwickeln kann, glaube ich nicht. Schon alleine das lange Zahlungsziel wird das verhindern. Dennoch stärken die massiven Verkäufe von Anteilen von Unternehmensgründer Bezos das Vertrauen in Amazon auch nicht wirklich.
Bleibt ein mögliches strukturelles Problem, das Amazon haben könnte. Und ja, hier werden wir durchaus fündig. Das Software-System von Amazon ist komplett veraltet. Die Datensätze laufen heute noch in einfachen Tabellen. Viele Schnittstellen zu Datenlieferanten versteht schon seit vielen Jahren niemand mehr, weil die Personen, die das alles gebaut haben, längst das Unternehmen verlassen haben und das Know-How mit denen ging. Weiterhin tut Amazon das schnelle Wachstum nicht gut. Jeder, der schon einmal Kontakt mit dem Support hatte, weiß, dass hier sehr viel im Argen liegt. Um überhaupt noch erreichbar zu sein wurden Callcenter engagiert, die die Anrufe entgegennehmen, wobei der Telefonist in aller Regel deutlich weniger Ahnung von Amazon hat als ein Verkäufer, der anruft. Dies, und viele andere interne Probleme sind sichtlich vorhanden, werden aber ein Sterben von Amazon nicht auslösen können. Sicherlich sorgen die für gebremstes Wachstum. Mehr aber nicht.

Anders schaut es mit externen Faktoren aus. Konkurrenz kommt aus Asien angerauscht. Diese ist zwar mächtig, wird Amazon aber nicht mehr aus etablierten Märkten verdrängen. Trotzdem halte ich ein Überholen im weltweiten Markt für möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich. Richtig Ärger droht Amazon aber von den Steuerbehörden. Lange Jahre lächelte man auf beiden Seiten Probleme weg. Das scheint aber vorbei zu sein. Großbritannien hat den Online-Riesen schon in die Pflicht genommen und die Machenschaften der keine Steuer zahlenden Asien Unternehmen unterbinden lassen. Die EU hat ähnliches auf den Weg gebracht und die Bundesregierung will das sogar noch schneller umsetzen. Aber auch die Steuerflucht von Amazon selbst wird immer lauter diskutiert. Und sicherlich wird man auch nicht erfreut sein wenn man sieht, wie Amazon die Rechte der eigenen Arbeitnehmer aushebelt in dem es die diskutierten Arbeitsplätze ins Ausland verlagert. Hier prallen Welten aufeinander: US-Amerikanische Gelassenheit in solchen Angelegenheiten auf Europäisches – und vor allem Deutsches – Gerechtigkeitsdenken. Ich denke, dass es hier noch richtig Ärger für Amazon geben wird. Ob man Amazon damit zum Fall bringen kann und will halte ich aber auch für zweifelhaft. Die Kombination all dieser Faktoren könnte es aber vermutlich. Wenn Amazon auf einmal wirklich Konkurrenz bekommt, wenn Amazon die internen Probleme nicht mehr in den Griff bekommt wie in der Vergangenheit, und wenn Amazon weiterhin nicht mit den Behörden kooperiert wäre zumindest ein deutlicher Knick in der Entwicklung gut vorstellbar – vielleicht auch mehr.

Das bringt die Frage auf: Was wäre eine Welt nach Amazon?
Um die Antwort für uns Verkäufer finden zu können steht als erstes die Überlegung an, was der Endkunde machen würde. Würde er wieder mehr stationär kaufen? Als erste Reaktion vielleicht ja. Langfristig sicherlich nicht. Über das Internet zu kaufen ist einfach zu bequem und beim Großteil der Bevölkerung „zu normal“ geworden. Man muss also eher von einer Verlagerung im Internet ausgehen. Nur wohin?
Den meisten wird als erster Name vermutlich Ebay einfallen. Würde Ebay davon profitieren? Sicher! Aber Ebay ist es bis heute nicht gelungen, das Vertrauen, das Amazon seinen Kunden vermittelt, aufzubauen. Im Gegenteil versuchte man dort ja die ganze Zeit dem großen Konkurrenten nachzustellen, in dem man mehr schlecht als recht Maßnahmen kopiert hat. Das Verständnis, was zumindest die Europäischen Kunden an Amazon schätzen, fehlt dort einfach schon immer. Trotzdem würde Ebay profitieren. Allerdings auch andere. Der Endkunde würde sich wieder Marktplätze suchen, bei denen das Vertrauensverhältnis ähnlich ist wie bei Amazon. Da muss dann der nächste logische Name fallen: Otto.de. Im Unterschied zu den anderen großen Online-Shops mit erheblichem Marktanteil hat die Nummer zwei die Schranken für Drittanbieter geöffnet. Wenn man dies mit genügend Sorgfalt weiterverfolgt, und das Sortiment so vernünftig ausbaut, würde Otto.de meiner Meinung nach zur klaren Nummer eins auf dem deutschen Markt werden. Bei der momentanen umsatzmäßigen Nummer drei, Zalando, ist man im Gegensatz zu Otto zu sehr im Sortiment beschränkt. Dies gilt für die anderen großen Online-Shops ebenso. Man wird die Rolle von Amazon nicht übernehmen können, ohne dass man sich für andere Händler öffnet. Ein Name muss deswegen hier auch noch fallen: Real.de. Der Vorgänger, Hitmeister, hat sich darauf spezialisiert, mit Drittanbietern zusammenzuarbeiten. Der Sprung zur allgegenwärtigen vertrauenswürdigen Bezugsquelle für den Deutschen Endkunden blieb aber aus. Ebenso war man nicht unbedingt bei jedem Händler als Umsatzbringer bekannt. Durch die Fusion mit Real.de und dem damit einhergehenden Imagegewinn kann sich das aber durchaus ändern. Ein großer Vorteil, den Real zusätzlich hat, ist das Netz an stationären Läden. Der Anteil an Bestellungen, der über Filialen abgewickelt wird, steigt laufend an. Immer mehr Kunden nutzen diese Kombination aus Online- und Offlinemarkt. Vielleicht die Zukunft? Bei einem potentiellen Wegfall von Amazon ist das eine Überlegung wert.
Bleibt aber noch die Frage nach neuen starken Seiten; starken Plattformen, aber auch starken Eigenshops. Würde hier eine Revolution stattfinden? Vielleicht. Die Landschaft der eigenen Online-Shops würde sicherlich in der Masse profitieren. Ob sich neue, bis zum heutigen Tage nicht gegründete Shops und Seiten als Sieger auftun würden, ist natürlich kaum zu sagen. Ein breites Sortiment, über das eines einzelnen Händlers hinaus, halte ich aber für ebenso unabdingbar, wie einen zentralen Kundenservice und die Übernahme der Zahlungsabwicklung. Das „alles aus einer vertrauenswürdigen Hand“ wurde von Amazon zu lange vorgelebt, als dass die Kunden hierauf verzichten würden.

Das alles sind natürlich Theorien. Wie wahrscheinlich es ist, dass Amazon überhaupt jemals zum Fall kommen wird, ist schon nicht zu sagen, geschweige denn wie es dann tatsächlich weiter gehen wird. Aber müssen wir Händler uns für diesen Fall wappnen? Ich möchte mal ein entschiedenes „Jein“ antworten. Wie immer kommt es auf den Einzelfall an. Der Ein-Mann Betrieb, der jetzt nur über Amazon verkauft wird anders mit der Situation umzugehen haben, wie das mittelständische Wirtschaftsunternehmen, das 25 Mitarbeiter beschäftigt. Für alle Online Verkäufer muss aber sicherlich gelten, dass man finanzielle Reserven haben muss. Man hat gesehen, dass es zu Ausfällen von sicher geglaubten Auszahlungen kommen kann. Solche Probleme muss man überstehen können. Für zu kurzsichtig halte ich aber auch die Unternehmer, die sich nur auf „FBA“ (Versand durch Amazon) beschränken und selbst keine Ware mehr in die Hand nehmen. Sicherlich ist es praktisch, Vorlieferanten dazu zu bringen, Ware direkt zu Amazon zu schicken und den Rest dort erledigen zu lassen. Aber das Konstrukt ist instabil. Ich halte es für enorm wichtig, dass man sich nicht nur auf andere verlässt und jedes Unternehmen auch selbst noch verschicken und Support erledigen kann. Dass Amazon gerade in diesen Bereichen bereits Probleme hat, ist offensichtlich. Und es muss nicht zu einem Fall kommen, damit die Händler wieder mehr davon selbst übernehmen müssen.

Von daher gilt was im Geschäftsleben meistens gilt: Nie nur auf ein Pferd setzen. Nie alles andere erledigen lassen. Kurzum: Sich nie mehr von anderen abhängig machen als unbedingt nötig; flexibel sein und nicht stehen bleiben.

Autor: Florian Obermüller
Florian Obermüller ist der Geschäftsführer der Online-Versand-Grafenau GmbH mit Sitz in Grafenau im Bayerischen Wald. Gegründet 2004 wurde das Geschäft über viele Jahre nur über Ebay betrieben. Mittlerweile ist Amazon der Haupt-Absatzkanal. Trotzdem nutzt er auch heute noch Ebay und bereits seit vielen Jahren Real.de, ehemals Hitmeister, sowie einen eigenen Shop mit Abholmöglichkeit.

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Let me entertain you

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Wochenende – Party Time – Paymentday 2018!

Es ist soweit und das Event des Jahres kündigt sich an. Lecker Essen, lecker Trinken und lecker Leute.
Die Ladys stehen schon 24 Stunden vorher in den Startlöchern und stimmen akribisch Ohrringe, Push-ups und ihr Schuhwerk ab.
Die (echten) Männer brauchen zehn Minuten: Glotze ausmachen, Duschen, sich trocken Schütteln, ein Griff in den Kleiderschrank. Passt.

Egal, wie die unterschiedlichen Vorbereitungen auch aussehen mögen. Eins bleibt immer gleich: Die Vorfreude und Einstimmung mit Musik.

„Eine Megaparty beginnt vor der Party“, exakt diese Intention hatte Big Boss Michael Atug, als er die MCR-Playlist ins Leben schrie, damit allen Reisenden, ob per Auto oder im Learjet, die Wartezeit bzw. Anfahrt musikalisch verkürzt werden könne. Schöne Idee – gewagte Idee. Der Pferdefuß in dieser Geschicht’: alle Mitglieder von MCR sollten mitmachen, Songs vorschlagen und liken.

Die Büchse der Pandora war hiermit eröffnet.

 

Noch 7 Tage bis zum Paymentday

Samstagmorgen und Alexander Dotzler geht online, ruft zum engagierten Mitmachen auf, erklärt die Vorgehensweise und startet mit seinem ersten Titelvorschlag „Cordula Grün- (Josh.)“.
Spätestens an dieser Stelle hätte jeder gewarnt und darauf vorbereitet sein müssen, wohin die Reise geht.

In den nächsten Stunden trudeln die Vorschläge ein. Die Info (von Alex), dass es sich um Party-Mucke handeln sollte, wird weitestgehend ignoriert. Eigentlich werden erstmal die persönlichen Lieblinge unters ahnungslose und unschuldige Volk gestreut. Ich sag nur Cordula Grün (von Alex).
Sehr schön zu beobachten: selbst am heiligen Wochenendstart nehmen sich viele, viele Gruppenmitglieder Zeit sich zu beteiligen und ein wenig in ihrer Musikbox zu kramen.

Die Schlacht Slytherin gegen Gryffindor, Metal gegen Schlager und Techno gegen Frauenchor nimmt Fahrt auf. Und derDau weist regelmäßig daraufhin, dass Weihnachtsmelodien was „…für den Arsch seien…“.
Gegen Abend wird es aber tatsächlich partymäßiger. Schöne Sachen sind dabei, die Likes steigen, die Doppelpostings auch und die Online-Stimmung wird brühwarm, köchelt leicht und vergessene Schätzchen werden präsentiert. Die ersten Favoriten zeichnen sich ab.

(Leider, leider, leider war mein Geheimtipp „Katzeklo“ nicht dabei. Ja, ich muss sagen, er wurde verschmäht, gemobbt und ich musste selber liken. Hat aber nichts genützt, also keine Angst, ist nicht auf der Playlist – Ihr BANAUSEN!)

 

Noch 6 Tage bis zum Paymentday

Sonntagmorgen, und sie sind wieder da. Ganz früh, verkatert, aber gewillt die Playlist voranzutreiben.
Kandidaten wie Helene Fischer, 70er Jahre Hits und Walt Disney Soundtrack lassen den ein oder anderen zusammenzucken. Aber jetzt läuft es. Es geht ab.
Kreativität, Originalität und unkalkulierbarer Wahnsinn haben sich aus ihren Kerkern befreit. Die Kontrolleure derDAu und Alex flehen immer und immer wieder „…scrollt nach Oben, seht euch bitte auch die anderen Titel an…“, was ebenfalls präzise ignoriert wird. Ich glaube, einer von den beiden hat geweint.

Jetzt beginnt eine Reise durch Zeit und Erinnerungen. Tonbandaufnahmen, Schlaghosen, Vinyl, erster Pickel, erster Kuss, lila Sakkos, Game Boy, Ilja Richter, Discman, Houseparty undundund.
Eine Tatsache ist sehr beeindruckend. Die Evergreens fügen sich aus unterschiedlichen Musikrichtungen, Stilarten und Zeitabschnitten zusammen, werden aber von 18-119 Jährigen gleichermaßen geliebt. Kennt jeder, kann jeder mitsingen. Cool!

 

Sonntagabend.

Abendessen? Kinder ins Bett bringen? Tatort? Neeeee, Tastatur, youtube und Hirnkapazität werden konzentriert aufs Posten und Liken gerichtet.

War bisher die Veränderung der Songs ins Auge gefallen, so kann man ab jetzt sehr gut beobachten, wie sich das menschliche Verhalten verändert und entwickelt.

Die gute Danuta hat eine bilderbuchmäßige Metamorphose durchlebt und sich von „trommerfellzerschmetternden-dröhn-kreisch“ Bands über 80 Jahre Hits gearbeitet, um schließlich bei Chansons zu landen.

Dieses Happy-End ist Stephan Herzog zu verdanken. Er hat es auf Französisch versucht…und es erfolgreich gemeistert, auf Platz zwei in der Playlist und bei den Damen, Zitat „…jaja ganz toll, super, ganz nach meinem Geschmack, mochte ich schon immer…“ (hier ist das Lied “Non, je ne regrette rien” von Èdith Piaf gemeint, Ihr Ferkel!!).

 

Der Countdown läuft.

Alle Rechner qualmen und die scheuen Nachttiere (hallo Paul) kommen jetzt langsam aus ihren Löchern gekrochen. Sie klinken sich zaghaft ein. Mit Titeln, die keiner so recht versteht.
Ganze dreißig Minuten lang hält der Musikinspektor Dotzler persönlich den ganzen Betrieb auf, weil er jetzt, sofort, unbedingt wissen muss, wie ein Lied/Band heißt. ES FOLGEN ORIGINALZITATE!!!!

„Wie heißt jetzt dieses französische Lied wieder… dieses eine da.“
„Wie geht es denn?“
„Ist ein schnelles eben, ein Mann, oder Frau singt dazwischen etwas mit lalala ouoouhh, ist schon einige Jahre alt.“

Und was machen all die hilfsbereiten Verstrahlten? Sie suchen und grasen das ganze Netz nach diesem blöden Song ab und vergessen ihre eigentliche Mission. Das wäre auch noch stundenlang so weiter gegangen, aber Superheld und Retter S. Krötzsch hat es gefunden und uns erlöst: Ça Plane Pour Moi von Plastic Bertrand.

Die Posts und Kommentare häufen sich, werden schneller, heißer und schräger.
Eine vage Vermutung keimt auf, sicherlich eine Unterstellung, dass es sich einige vor dem Monitor mit einem Drink gemütlich gemacht haben. Es wird zwar hoch und heilig beteuert, dass allein Wasser, Red Bull und Kaffee konsumiert werden (um wach zu bleiben), aber Selfies belegen deutlich: Bierschaum auf der Oberlippe (der ist von der Milch), Jim Beam im Hintergrund oder die vielen Korken auf dem Küchentisch, dass der Promillegehalt nicht mehr jungfräulich ist.

Allein Frau Krampka postet eine Pulle Kölsch. Gut so, dafür muss man sich auch nicht schämen und ist seeeeeehr köstlich.

Kurz vor Mitternacht. Die Ereignisse spitzen sich zu. Die Doppelposts steigen.
„Den hast du schon heute Nachmittag eingestellt“ – „Ok, sorry“
„Bitte nicht noch mal, den hattest du schon zweimal“ – „Wirklich?“
„Schluss jetzt, der war schon, von DIR“ – „Kann nicht sein!“
Geliked wird nicht mehr.
Die Kategorien extrem exotisch, extrem avantgardistisch und extrem FSK 18 werden eröffnet und unermüdlich gefüttert.
Alex „…bitte scrollt nach…ach, was solls…“.
Kurz nach Mitternacht.
Der harte Kern macht einfach weiter. Thema Musik, ist in den Posts nicht mehr ausfindig zu machen. Ob denen überhaupt noch bewusst ist, dass sie auf fb posten?

 

Noch 3 Tage bis zum Paymentday

Noch 3 Tage? Muss mal sehen, was ich im Kleiderschrank habe…natürlich nichts.
Geh’ erst einmal Shoppen. Aber nicht im Internet. Die E-Commerce Leute sind mir zu bekloppt.

 

FAZIT:

48 Stunden, die ich gerne in meinen Lebenserfahrungen speichern werde.

 

Wichtiger Nachtrag

Sehr geehrter Herr Schommertz,

falls es in Zukunft zu einer weiteren bzw. ähnlichen Aktion kommen wird, erklären wir (für Sie) noch mal ganz geduldig die Spielregeln.

Wenn ein Song vorgeschlagen wird, können die Gruppenmitglieder mit einem speziellen Icon (kleines, blaues Händchen mit einem gestreckten Daumen, der nach Oben zeigt, welches -Super-O.K.-mag ich- symbolisiert) ihr Wohlgefallen zum Ausdruck bringen. Der Titel mit den meisten Zustimmungen (Daumen-Symbol) kommt auf die Playlist.
Leider haben Sie diese Richtlinien missverstanden. Aus irgendeinem Grund (Gott weiß, warum) haben Sie sehr motiviert Lach-Smileys gesammelt und „Herzlichen Glückwunsch“, in dieser Kategorie sind Sie auf Platz Eins!

Leider funktioniert dieses „Payback“ Sammelsystem in diesem Falle nicht und wir können Ihnen zu unserem Bedauern weder ein Küchenradio noch ein Topfset überreichen.
Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung (nicht wirklich).

 

 

Bildnachweise, Auswahl: pixabay
80er Jahre/ oskar, Rocksymbol/Popsky, Badeschlumpf/Capri 23auto, Frist/fraGraphicToday, Kaüelle/MaxxMcgee, Laserparty/geralt

Händlerinterview – Annemarie Raluca Schuster von SiAura Material

In unserem Blog wollen wir regelmäßig Händler vorstellen. In diesem Telefoninterview kommt Annemarie Raluca Schuster zu Wort. Sie ist Geschäftsführerin bei SiAura Material und mittlerweile auch Speakerin auf Konferenzen.

MCR: Seit wann bist Du als Händlerin tätig? Wo (Kanal) hast Du angefangen zu verkaufen und welche Produkte?

AS: Ich bin seit 2013 Händlerin. Angefangen habe ich im Gegensatz zu vielen anderen bei DaWanda und nicht bei Amazon. Amazon kam bei uns erst am Schluss. Wir verkaufen Material zum Herstellen von Schmuck. Angefangen hat es in meinem Wohnzimmer mit zwei Mitarbeitern, heute ist alles schon etwas größer mit 11 Mitarbeitern.

MCR: Mir ist aufgefallen, dass Du Deine Produkte auf mehreren Kanälen anbietest. Du bist sozusagen ein echter Multi-Channel Rockstar. Welcher Kanal ist für Dich der wichtigste? Welcher der unwichtigste?

AS: Für mich sind alle Kanäle wichtig und keiner unwichtig. Es geht mir nämlich nicht nur um den Umsatz und Gewinn, sondern darum, unsere Marke zu stärken. Wir nehmen alles mit und werden auch bald hood.de ausprobieren, da wir alle ansprechen wollen.

MCR: Welcher Kanal bereitet Dir am meisten Probleme und warum?

AS: Das ist DaWanda. Ich habe dort zwar angefangen aber es gibt immer Probleme mit der Platzierung. Das Ranking ist so aufgebaut, dass man nur gut platziert wird, wenn man viele Artikel verkauft. Wenn man also beispielsweise nur 1000 Artikel anbieten kann, hat man viel schlechtere Chancen gegen einen Händler, der in der gleichen Kategorie vielleicht 30.000 Artikel anbietet. [Anm. d. Red.: Mittlerweile hat DaWanda den Geschäftsbetrieb eingestellt.]

MCR: Welche Software benutzt Du und bist Du zufrieden? Benutzt Du wegen verschiedener Kanäle eine Lagersynchronisation? Wenn ja, funktioniert diese gut?

AR: Für das Daily Business benutzen wir Amalyze. Trello, damit wir keine Zettelwirtschaft haben, Sellerlogic und GetResponse. Zur Rechnungserstellung und Warenwirtschaft Billbee. Billbee synchronisiert für uns auch die verschiedenen Lager. Das geht ziemlich schnell.

MCR: Derzeit gibt es Probleme mit dem Versand auf Amazon und auch mit den Auszahlungen an Händler. Bist Du betroffen und was ist Deine Meinung dazu? Wenn ja, ist es ein Problem für Dich? Wenn ja, was hätte Dir geholfen oder würde Dir helfen?

AS: Ja, ich bin betroffen aber mich stört es gar nicht so sehr, dass das Geld nicht ausgezahlt wird, sondern dass die FBA-Bestellungen nicht verschickt wurden oder zu spät. Mein Problem ist, dass keine Kommunikation stattfindet. Das finde ich unfair. Wir vertrauen unsere Waren unserem Geschäftspartner Amazon an und dieser verschickt sie einfach nicht. Ich überlege nun wirklich, was ich da tun soll, denn mein Vertrauen in FBA ist derzeit nicht besonders hoch. Ich habe einige Anfragen an den Support geschickt und dann hört man nur, dass man den Kontakt mit den Kunden Amazon überlassen soll, nur ist gerade das sehr schwierig für mich. Ich hätte mir eine offene Kommunikation gewünscht aber eben nichts sagen ist doof. Ich mache mir dann Sorgen um meinen Geschäftspartner Amazon. Die Antworten auf meine Fragen werden dann ausweichend beantwortet, es sei viel zu tun. Aber das glaube ich eben nicht und das stärkt nicht gerade mein Vertrauen.

MCR: Wie sieht Deine Zukunftsplanung aus?

AS: Ich hoffe die Zukunft sieht rosig aus (lacht). Wir arbeiten an unserer Markenbildung. Wir hoffen auf Neukunden und ein noch besseres, größeres Sortiment. Außerdem möchten wir unseren Service noch verbessern, damit unsere Stammkunden weiterhin zufrieden sind. Was für mich sehr schön wäre, ist, wenn wir als Großhändler die ganzen kleinen Händler in Deutschland beliefern könnten. Die großen beliefern wir ja jetzt bereits. Im Gegensatz zu den vielen anderen Händlern, die nur FBA machen, sehe ich mich eher dabei unser Lager und Sortiment auszubauen und selbst mehr zu verschicken, statt FBA zu machen.

MCR: Was hältst Du von der Multichannel Rockstars Gruppe?

AS: Es ist eine dynamische Gruppe, die aus sehr vielen unterschiedlichen Leuten besteht. Neue Händler und alte Hasen sind vertreten. Das finde ich schön. Ich bin ja selbst erst relativ spät dazu gekommen, FB-Gruppen zu nutzen, um mich im eCommerce auszutauschen. Es gibt die Möglichkeit, Fehler zu verhindern, weil andere sie schon gemacht haben.

MCR: Eine gute Fee erfüllt Dir drei Multichannel-Wünsche. Welche wären das?

AS:(Lacht) Ich brauche nur einen! Ich wünsche mir mehr nerdige Frauen im eCommerce.

MCR: Danke für das Gespräch

Das Interview führte Joachim Kersten im November 2017

Edit: Fett- und Kursivschrift.

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eBay mit neuem interessanten Marketing-Tool “Multi-Rabatt”

eBay mit neuem interessanten Marketing-Tool “Multi-Rabatt”

Ab sofort steht eBay Shop-Abonnenten exklusiv das neue Marketing-Tool “Multi-Rabatt” zur Verfügung.

Damit können gewerbliche Händler ihren Käufern gestaffelte Rabatte beim Kauf von mehreren Artikeln eines Festpreisangebots anbieten // Bei 5.000 eBay-Verkäufern in den USA wurde bei der Nutzung des neuen Tools “Multi-Rabatt” festgestellt, dass Käufer bis zu 23 Prozent mehr Artikel in ihren Warenkorb legen.

 

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft führt eBay das neue Marketing-Tool “Multi-Rabatt” ein. Das Tool ist für eBay Shop-Abonnenten im Verkäufer-Cockpit Pro verfügbar. Damit können Festpreisangebote mit mehreren identischen Artikeln (Mehrfach-Angebote) in vorgegebenen Rabattstufen auf der Artikelseite angeboten werden. Zukünftig wird das Tool auch für die Rabattierung von Angeboten mit Varianten verfügbar sein.

Die wichtigsten Vorteile für Verkäufer:

  • Die verkaufte Stückzahl kann pro Bestellung erhöht werden.
  • Käufer sehen Rabattangebote direkt auf der Artikelseite.
  • Verkäufer sparen Versandkosten beim Verschicken von mehreren Artikeln in einer Sendung.

 

Mehr Informationen und alle Vorteile gibt es im eBay Verkäuferportal. Wie sie das neue Marketing-Tool “Multi-Rabatt” erfolgreich einsetzen, erfahren interessierte Händler auch in diesem  Video.

 

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